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Herbstgold 2024: „Verführung“ zu musikalischen Höhenflügen
Programm-Präsentation
Klingende Namen und junge Stars der Klassik-Szene werden im Herbst auf Schloss Esterházy erwartet. Erste Einblicke ins Festival-Programm gab Intendant Julian Rachlin mit prominenter Unterstützung jetzt in Wien.
Programm-Präsentation in Wien: Karl Markovics, Stefan Ottrubay, Barbara Rett, Julian Rachlin und Frantisek Janoska (v.l.).
© Andreas Tischler
Zum vierten Mal präsentiert Julian Rachlin als Intendant und Akteur das Herbstgold-Festival auf Schloss Esterházy, und wieder hat der vielbeschäftigte Geiger ein Programm mit Konzept im Sinn: „Verführung“ lautet das heurige Motto, Stars wie Bariton Bryn Terfel, Piano-Legende Martha Argerich, der Cello-Virtuose Gautier Capuçon oder Schauspieler Karl Markovics werden von 11. bis 22. September im Schloss erwartet.
Der Konzertkalender lässt sich auch unter dem Titel „Who's Who der Klassik-Zukunft“ lesen. Präsentiert wurde das Programm nun im Haus der Musik in Wien, an der Seite von Julian Rachlin: Esterhazy-Stiftungsvorsitzender Stefan Ottrubay, Schauspieler und Regisseur Karl Markovics, Kultur-Kennerin Barbara Rett und Musiker Frantisek Janoska. Zusammen mit dem Herbstgold-Team zeigte man sich bereits voll der Vorfreude auf das Festival als Gesamterlebnis.
Die vierte Herbstgold-Ausgabe unter Rachlins Intendanz ist die nunmehr achte Auflage auf Schloss Esterházy. „Ich möchte, dass sich die Künstlerinnen und Künstler musikalisch austoben können“, unterstrich der Intendant bei der Präsentation seinen Ansatz bei der Auswahl der Musizierenden.
Das Eröffnungskonzert gestalten etwa Martha Argerich mit dem „Karneval der Tiere“ sowie das Chamber Orchestra of Europe mit zwei Symphonien aus der Feder Joseph Haydns. Ein Stammgast in Eisenstadt ist auch das Janoska Ensemble, das am 12. September mit dem Romni-Orchester „100 Gipsy Violins“ gibt.
Intendant Rachlin ist in seiner zweiten Profession als Violinist am 19. September mit Kollegen und Werken von Beethoven und Penderecki zu hören. Am Ende des Programmbogens, am 21. und 22. September, steht Rachlin dann sozusagen in seiner dritten Funktion - als Dirigent am Pult zweier Klangkörper: Am ersten Abschlusstag spielt das Philharmonia Orchestra London mit ihm Mendelssohn und Mozart. Tags darauf beendet das Jerusalem Symphony Orchestra, dem Rachlin als Chefdirigent vorsteht, die Festivaltage.
So wie Bryn Terfel oder Pianistin Polina Osetinskaya ist heuer auch Karl Markovics erstmals bei Herbstgold zu erleben: Am 15. September setzt er sich mit „verbotener Musik“ aus der NS-Zeit auseinander, und er ist auch in einer Talk-Runde zu hören, die den Konzertabenden immer wieder vorangestellt werden.
Herbstgold bringt Farbe in die Stadt
Mit dem „Talk um 6“ wird traditionell auch der Vorplatz bespielt, ebenso wie mit zeitgenössischer Kunst, die das Festival seit jeher begleitet. So wird es auch wieder thematisch passende Kunst-Installationen zu sehen geben: Geplant sind ein neues „Elf-Fahnen-Projekt“ am Schlossplatz sowie die Fortsetzung der „Gartenkünste“.
Der Eisenstädter Schlosspark soll anlässlich von Herbstgold durch ein weiteres permanentes Kunstwerk ergänzt werden. Die renommierte deutsch-französische Künstlerin Katinka Bock erarbeitet dazu gerade ein mehrteiliges Skulpturen-Ensemble.
Ebenso ist das Festival aus der Landeshauptstadt nicht mehr wegzudenken. 2023 wurden rund 5.500 Besucher gezählt, die auch in Eisenstadt unterwegs sind. Als Vorsitzender der Esterhazy Privatstiftung sagt Stefan Ottrubay, dass man mit Herbstgold auch kulturtouristisch „den Puls der Zeit getroffen“ habe.
Mit dem Hotel Galántha habe man in Sichtweite des Schlosses eine attraktive Übernachtungsmöglichkeit geschaffen, „und im Sinne unseres Stiftungsauftrages einen weiteren Beitrag zum Tourismus und zur Wertschöpfung in der Region geleistet“, so Ottrubay.