Mit fünf Verträgen sichern Land Burgenland und ÖBB Investitionen von insgesamt 109,55 Millionen Euro in die Modernisierung und den Ausbau mehrerer Bahnstrecken und Bahnhöfe.
Das Land baut eifrig – gleich mit vier eigenen Unternehmen
Projekte in jeder Region
LIB, SOWO, REB und PEB – hinter all den Abkürzungen stehen Landes-Unternehmen, die derzeit stark im Einsatz sind: von privaten Wohungen und Reihenhäusern bis zu den Pflegezentren. Aber wer baut wo und was?
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Mitten im Neusiedler Zentrum zieht ein Gebäude-Abbruch derzeit das Interesse auf sich. Es ist die ehemalige Landwirtschaftliche Fachschule, von der nun nur noch die Außenhülle übrig ist. Nachdem die aufgelassene Schule 2015 als Flüchtlingsunterkunft gedient hatte, stand das Gebäude viele Jahre leer. Jetzt baut hier das Land Burgenland, genauer gesagt die Real Estate Burgenland GmbH, ein Tochterunternehmen der Landesimmobilien Burgenland (LIB), Eigentumswohnungen.
Rund 25 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe sollen planmäßig bis Herbst 2025 entstehen. Das Bauprojekt werde ohne Förderungen und ohne Haftungen des Landes entwickelt, also „frei finanziert“, erklärt Landesholding-Pressesprecher Christian Uchann auf BVZ-Nachfrage. Im Klartext heißt das, die Wohnungen werden nach Fertigstellung am freien Markt verkauft. Und das ist nur eines der Geschäftsfelder, in denen das Land tätig ist.
Wohnraum für das Burgenland und „neue Bewohner“
„Verwandt“ ist die REB mit der SOWO („So Wohnt Burgenland GmbH“), die ebenso Wohnungen und Reihenhäuser baut, jedoch auf Mietkauf-Basis, um den „Erwerb von Eigentum zum Errichtungspreis“ zu ermöglichen. Die ersten Pilotprojekte laufen, allesamt unter dem Dach der Landesimmobilien, und dazu kommt die Errichtung der regionalen Pflegestützpunkte.
Von der Opposition wird die Zahl der Unternehmen in Landeshand nach wie vor kritisch beäugt. Zu viele Firmenkonstruktionen orten ÖVP, FPÖ und Grüne. Seitens des Landes wird betont, dass es – wie im Fall der Bau-Unternehmen – „nicht um Gewinnmaximierung“, sondern um „die Weiterentwicklung des Lebensraumes und des Wirtschaftsstandortes“ gehe.

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Nichtsdestotrotz hat sich die LIB mit ihren Tochterfirmen „zu einem gewichtigen Player in der burgenländischen Immobilien- und Baubranche entwickelt“, wie Geschäftsführer Gerald Goger sagt. Noch mehr Pläne und alle Infrastruktur-Vorhaben werden übrigens bald von Landesrat Heinrich Dorner mit dem neuen Bauprogramm präsentiert.
Landes-Baufirmen im Überblick
LIB: Landesimmobilien Burgenland, Geschäftsführer: Gerald Goger; neben der Vermietung von Immobilien an landesnahe Institutionen baut sie auch selbst.
SOWO: So wohnt Burgenland, Geschäftsführerin: Melanie Piskernik; baut Pflegestützpunkte sowie landeseigene Wohnungen und Reihenhäuser, die per Mietkauf erworben werden können.
REB:Real Estate Burgenland, Geschäftsführer: Jürgen Laky; baut Wohnungen und Reihenhäuser, die dann am privaten Markt angeboten werden.
PEB: Projektentwicklung Burgenland; Geschäftsführer: Thomas Rosner; unterstützt die Gemeinden bei kommunalen Bauten wie Kindergärten oder Feuerwehrhäusern.