Das Jubiläum wurde im kleinen feierlichen Rahmen als Familienfest für das gesamte Team begangen.
Alkoholisierter Syrer widersetzte sich der Polizei
Pinkafeld/Oberwart
Zwei Syrer wurden angeklagt: Sie verkauften in Wien Drogen, der Jüngere beging zusätzlich Straftaten in Oberwart und Pinkafeld.
Den beiden Angeklagten wurde auch vorgeworfen, Drogen ververkauft zu haben.
© Symbolbild: Kemedo, Shutterstock.com
Der erste Vorfall hatte sich am 6. Dezember 2022 ereignet. Damals geriet der heute 29-jährige Syrer in Oberwart in Streit mit vier anderen Personen, die ihn wegen seiner Frisur verspottet hatten.
Der 29-Jährige soll daraufhin auf einen Mann aus dieser Gruppe losgegangen sein. Ob ein Messer im Spiel war, wie vom mutmaßlichen Opfer behauptet, konnte nicht mehr geklärt werden. Der damals attackierte Mann ist nicht mehr in Österreich aufhältig, keiner der Zeugen sah ein Messer.
„Ich fragte ihn, warum lachst du mich aus? Er stieß mich zurück, dann ging er zur Polizei“, erzählte der 29-Jährige eine Kurzversion des Vorfalls. Ein Zeuge berichtete hingegen, dass der Angeklagte das Opfer geschlagen habe. „Das ist nicht passiert“, behauptete der Angeklagte.
Brüllend durch Pinkafeld marschiert
Am 6. Februar 2024 sorgte der 29-Jährige in Pinkafeld für Aufsehen. Anrainer hatten eine laut brüllende Person in der Schlossgasse gesichtet und die Polizei verständigt. Die Polizisten nahmen den Mann dann bei einer Bushaltestelle wahr.
„Wir fragten, warum schreien Sie so laut?“, schilderte einer der Polizeibeamten, die damals anwesend gewesen waren, die Situation. Der Syrer wurde aufgefordert, sich auszuweisen. Während der zweite anwesende Polizist die Asylkarte kontrollierte, wurde der Syrer immer ungeduldiger, offenbar, weil er den Ausweis sofort wieder zurückhaben wollte.
„Er stürmte zu meinem Kollegen, nahm ihn an der Hand und wollte ihm den Ausweis wegnehmen“, berichtete der Polizist.
Der Syrer wurde daraufhin zu Boden gebracht. Während die Polizisten versuchten, die Handschellen zu schließen, schlug der 29-Jährige immer wieder mit dem Kopf auf den Asphalt. „Wir setzten ihn auf, damit er sich nicht verletzt“, so der Polizeibeamte. „Ich kniete hinter ihm und fixierte den Kopf, der Kollege hielt die Beine.“ Der renitente Mann habe enorme Kräfte entwickelt und versucht, sich zu befreien. Nach zehn Minuten sei dann endlich Verstärkung eingetroffen, so der Polizist.
Polizist: „So ein Verhalten gehört sich nicht“
„So ein Verhalten gehört sich nicht“, kritisierte er den Syrer, der wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt angeklagt worden war.
„Vielleicht war ich laut“, gab dieser zu. „Ich hatte vorher eine Flasche Wodka getrunken.“ Ein Bluttest nach der Festnahme hatte zusätzlich einen Drogenkonsum nachgewiesen.
„Sie sollen versucht haben, hinzutreten, zu beißen und gegen die Beamten Kopfstöße zu versetzen“, hielt ihm die Richterin vor. „Mein Fehler ist, dass ich zu viel mit den Händen gestikuliere“, sagte der Angeklagte.
An Drogen-Hot Spot Haschisch an Jugendlichen verkauft
Vorgeworfen wurde ihm außerdem, gemeinsam mit einem ebenfalls angeklagten 37-jährigen Landsmann am 21. März 2024 in Wien einem Jugendlichen ein Gramm Cannabis verkauft zu haben.
Der 17-jährige Drogenkäufer, geboren in Somalia, wurde aus der Untersuchungshaft vorgeführt, die wegen des Verdachts auf einen Cybercrimebetrug verhängt worden war. Er gab an, die beiden Angeklagten in dem Wiener Park zum Zweck des Drogenankaufs getroffen zu haben. Eine Woche zuvor habe er bereits einmal von dem 29-Jährigen Cannabis gekauft gehabt.
Beobachtet war der Deal von einem Kriminalbeamten worden. „Wir führen dort regelmäßig Bestreifungen durch, weil das ein bekannter Hot Spot für Drogenhandel ist“, so der Kriminalbeaamte. Aus zirka 30 Meter Entfernung wurde er Zeuge der Drogen- und Geldübergabe, kurz danach wurde bei dem Jugendlichen das übergebene Suchtgift sichergestellt.
„Der Abnehmer bestätigte, dass er es von den beiden Verdächtigen gekauft hat“, so der Polizist.
„Das ist alles nicht passiert“, sagte der 37-Jährige. Der 29-jährige Mitangeklagte habe vielmehr Haschisch gekauft und einen Joint gedreht, den man gemeinsam geraucht habe.
Angeklagter: „Vielleicht gab ich ihm Post zum Lesen“
„Vielleicht gab ich ihm Post zum Lesen“, behauptete wiederum der 29-Jährige, von der Richterin darauf angesprochen, dass der Polizist die Übergabe eines kleinen Päckchens beobachtet hatte.
Beide Männer wurden schließlich schuldig gesprochen und zu bedingten Haftstrafen verurteilt. Bei dem 29-Jährigen ging die Richterin im Zweifel davon aus, dass bei dem Vorfall in Oberwart kein Messer im Spiel war und der Syrer nur eine versuchte leichte Körperverletzung begangen hatte. Beide Angeklagten nahmen das Urteil an.