Standing Ovations für „gscheit gspüte“ Uraufführung in Oberpullendorf

Pullenale

Künstler Kollektiv „Butz & Reineke“ rund um Paul Csitkovics begeisterte mit seinem Dialekt-Konzert „Gscheit gscheat – gscheit gspüt“.

Von Michaela Grabner

Die Vertreter der Stadtgemeinde rund um Bürgermeister Johann Heisz und die Eltern von Paul Csitkovics (vorne Mitte) freuten sich mit den jungen Künstlerinnen und Künstlern über die große Begeisterung des Publikums.

Die Vertreter der Stadtgemeinde rund um Bürgermeister Johann Heisz und die Eltern von Paul Csitkovics (vorne Mitte) freuten sich mit den jungen Künstlerinnen und Künstlern über die große Begeisterung des Publikums.

© Michaela Grabner

Der Abend im Rathaussaal hielt, was der Titel des Programms versprochen hatte. Es wurde „gscheit gspüt“. Bester Beweis dafür waren die Standing Ovations nach der Uraufführung vom Künstlerkollektiv „Butz & Reineke“ rund um den Oberpullendorfer Paul Csitkovics, die das dargebotene Dialekt-Konzert nicht nur aufgeführt, sondern auch konzipiert und die 15 Songs dafür selbst geschrieben und komponiert hatten.

Die fünf jungen Künstlerinnen und Künstler brachten mit Sprachenvielfalt – gesungen wurde im burgenländischen Dialekt, auf Burgenlandkroatisch, Ungarisch, Bulgarisch und im norddeutschen Schnack — mit tänzerischem Schwung und sehr viel Witz aber gleichzeitig in einer zutiefst „menschelnden“ Weise ein Stück burgenländische Identität, ein Stück Landesgeschichte und ein Stück Heimatverbundenheit mit Oberpullendorf auf die Bühne, in dem sich viele im Publikum wohl auch auf die eine oder andere Art selbst wiedergefunden haben. Und genau das entsprach wohl auch der Intention des Künstlerkollektivs, denn wie Paul Csitkovics im Vorfeld der Uraufführung feststellte, war es ihm wichtig, „dass die Handlung wirklich in Oberpullendorf angesiedelt ist und von dem Land-Stadt-Gefälle handelt mit dem sich viele Burgenländerinnen und Burgenländer tagtäglich konfrontiert sehen.“

Paul Csitkovcis selbst spielte den jungen Installateurs-Gesellen Peter, der sein Landlaben in Oberpullendndorf und seine Freundin Anna (gespielt von Ilvy Schultschik) liebt. Aber als Anna fürs Studium nach Wien ziehen möchte, muss er sich entscheiden, ob er lieber alleine in Oberpullendorf bleibt oder zusammen mit ihr in die verhasste Großstadt zieht. Indes strandet der norddeutsche Milliarden-Erbe Sören (gespielt von Fin Holzwart), der vor dem ersten Arbeitstag in der Investment-Firma seines Vaters reißaus nimmt und auf Weltreise geht, in Österreich. Dort trifft er auf die gebürtige Südburgenländerin Nanni (gespielt von Ryta Tale), die in Wien ein Nagel- und Lebensberatungsstudio betreibt und ein kunterbuntes Dating-Leben lebt. Komplett macht das Quintett die Wienerin Penka (gespielt von Marina Petkov), die versucht den Vorstellungen ihrer bulgarischen Mutter gerecht zu werden und endlich einen Mann zu finden.

Und so wird im Laufe des Konzerts anhand dieser fünf jungen Menschen – Dorfkinder, die sich nach dem Stadtleben sehnen und Stadtkinder, die ihr Glück auf dem Land suchen – der Frage nachgegangen: „Wo bin ich daheim? Was bedeutet Heimat? Und was muss ich tun, um glücklich zu werden?“

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Standing Ovations für „gscheit gspüte“ Uraufführung in Oberpullendorf

© Michaela Grabner

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