Nach einjähriger Pause hat die Bäckerei Kaiser an ihrer gewohnten Adresse auf der Hauptstraße 12 ab dem 27. Oktober wieder geöffnet. Mit einem spezialisierten Sortiment und zusätzlichen Grundnahrungsmitteln will Bäckermeister Ewald Kaiser auch einen Beitrag zur Verbesserung der Nahversorgung im unteren Teil des Ortes leisten.
Eine Erfolgstour auf zwei Rädern
Radwelt Michi Knopf
Michael Knopf holte einst als Radprofi Staatsmeistertitel. Nach seiner Sportkarriere wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit. Mit seinem Unternehmen Radwelt Michi Knopf beschäftigt er 25 Arbeitnehmer. Am Wochenende feierte er das 15−jährige Bestandsjubiläum der Firma.
Michael Knopf mit Melanie Hofstädter (Assistenz der Geschäftsführung Radwelt Michi Knopf), den „Glücksengerln“ der Gewinnspiel-Ziehung Zoe, Selina und Kilian sowie mit den Gewinnern der beiden Hauptpreise Lena Nindl und Zsanett Tompa.
© Richard Vogler
Von Donnerstag bis Samstag vergangener Woche präsentierte sich das Unternehmen am Hauptplatz, nur wenige Meter vom Firmensitz entfernt. Zahlreiche Besucher nutzten nicht nur die Aktionen, sondern vor allem die beliebten Testmöglichkeiten. „Das wird extrem gut angenommen“, sagt Geschäftsführer Michael Knopf, der sich über den starken Zuspruch freut: „Die Leute wollen ein Rad nicht nur anschauen, sondern wirklich ausprobieren.“ Eines der Highlights war die Verlosung mit einem E-Bike als Hauptpreis.
Ist es nun sein Unternehmen, in das der 46−jährige sein Herzblut steckt, so waren es viele Jahre der Sport – in der österreichischen Radszene ist er kein Unbekannter. Bevor er Unternehmer wurde, war er selbst Radprofi. Er fuhr auf nationalem Top-Niveau, gewann mehrere Staatsmeisterschaften.
Besonders eindrucksvoll seien die emotionalen Momente gewesen, erinnert sich Knopf: „Die meisten glauben, Radsport ist ein Einzelsport – das stimmt einfach nicht. Die gemeinsame Arbeit im Team, die Trainingslager, die Woche bei der Österreich-Rundfahrt durchs ganze Land – das sind Erlebnisse, die bleiben.“ Ob in Tirol, Salzburg oder Vorarlberg: Überall hätten die Fans lautstark angefeuert. „Diese Stimmung vergisst man nie.“
© Wirtschaftskammer Burgenland
Parallel zu seiner aktiven Karriere schrieb Knopf über viele Jahre Technik- und Testberichte für Fachmagazine – ein erster beruflicher Schritt in Richtung Zweiradbranche. Und auch während seiner Radsport-Zeit arbeitete er bereits beim ehemaligen „Gitti's Zweiradshop“ mit. „Ich hab immer wieder mitgeholfen beim Rad zusammenbaueun oder aufbauen, oder auch beim Verkauf“, so Knopf. Mit 30 wagte er dann den Schritt in die Selbstständigkeit. Er gründete in den Räumlichkeiten des ehemaligen „Zweirad Koller“ in Mattersburg sein eigenes Geschäft – nicht als Übernahme, wie er betont, sondern als Neugründung. Zwar seien die Stammkunden des Traditionsgeschäfts ein großer Vorteil gewesen, aber: „Ich wollte das so machen, wie ich mir das vorstelle – ohne Kompromisse.“
Unterstützt von seinem Bruder Philipp, arbeitete Michael Knopf in den Anfangszeiten unzählige Stunden. „Wir haben Wochen gehabt mit 100 Stunden. Aber anders wäre es nicht gegangen.“
Der Erfolg stellte sich schnell ein. Innerhalb der ersten zehn Jahre wuchs das Unternehmen enorm. Die Corona-Jahre verstärkten den Fahrradboom zusätzlich – allerdings mit Schattenseiten. Materialknappheit, später ein Überangebot, überforderte Hersteller und Händler, Personalmangel. „Wir waren teilweise 30 Leute – allein das zu organisieren, war eine riesige Herausforderung“, erzählt Knopf.
Während österreichweit in den letzten Jahren zahlreiche Fahrradgeschäfte Insolvenz anmelden mussten – nicht zuletzt durch die Pleite der Signa Sports Group von René Benko – blieb die Radwelt Michi Knopf stabil und erfolgreich.
„Viele sind in den Boom eingestiegen, weil es nach einer guten Branche geklungen hat. Aber wenn du nicht wirklich aus dem Geschäft kommst, wird's schwierig.“
Heute beschäftigt die Radwelt rund 25 Mitarbeiter. Besonders der E−Bike−Markt ist mittlerweile zentral: „Wenn man Kinderräder ausnimmt, verkaufen wir ungefähr gleich viele E Bikes wie normale Räder – aber zwei Drittel vom Umsatz kommen aus dem E−Bike-Segment.“