Im Burgenland wird noch intensiver für Kinder und Enkel vorgesorgt, als in anderen Bundesländern. Die Sparstudie der Erste Bank zeigt aber auch, dass gerne konservativ veranlagt wird. Dabei können schon kleine Beträge auf lange Sicht große Summen bringen - und das wird durch das „Zukunftsdepot“ des Bundes jetzt besonders interessant.
Nehammer-Rückzug: Landes-ÖVP bringt Blau ins Spiel, SPÖ will Experten
Reaktionen aus dem Land
Nachdem auch die Zweier-Koalitionsgespräche zwischen ÖVP und SPÖ geplatzt sind, hat Bundeskanzler und VP-Chef Karl Nehammer seinen Rücktritt angekündigt. In einer ersten Reaktion zeigt Burgenlands Volkspartei-Obmann Christian Sagartz Anerkennung und spricht davon, dass man „politische Gräben zuschütten“ müsse. Die Landes-SPÖ und Hans Peter Doskozil regen eine Expertenregierung an.
Christian Sagartz und Karl Nehammer (v.l.): Ende August hat der Landesobmann den Kanzler zum Burgenland-Besuch empfangen.
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Der Rücktritt von Bundeskanzler Karl Nehammer verdiene „großen Respekt“, meint ÖVP-Landesparteiobmann Christian Sagartz kurz nachdem der Bundes-Chef den Rückzug angekündigt hat: Karl Nehammer habe die Volkspartei „in einer äußerst schwierigen Phase übernommen“ und „das Beste für unser Land gegeben“, so Sagartz.
Signale in Richtung FPÖ: Kickl soll die Regierung bilden
Was das heutige Scheitern der Zweier-Gespräche zwischen ÖVP und SPÖ angeht, schwenkt auch Sagartz auf die Parteilinie ein, dass „die kompromisslose Blockadehaltung der SPÖ“ eine „tragfähige Zusammenarbeit“ in einer künftigen Koalition unmöglich gemacht habe. Sagartz nennt in diesem Zusammenhang ein „Beharren auf Belastungen für die Bevölkerung“.
Angesichts der aktuellen politischen Lage richtet Sagartz einen klaren Appell an den Bundespräsidenten: „Um eine veritable Krise in Österreich zu verhindern, ist es jetzt essenziell, dem Wahlsieger der letzten Nationalratswahl den Auftrag zur Bildung einer Regierung zu erteilen. Es ist an der Zeit, politische Gräben zuzuschütten. Alle politischen Verantwortungsträger in Österreich sind jetzt aufgefordert, aufeinander zuzugehen und Brücken zu bauen.“
Landes-SPÖ will Experten an der Spitze und Konsequenzen
Als „logische Konsequenz eines historischen Schuldendebakels“ sieht SPÖ-Landesgeschäftsführerin Jasmin Puchwein den angekündigten Nehammer-Rücktritt. „Endlich hat dieses unsägliche Schauspiel nun ein Ende“, meint sie zum Aus der Verhandlungen, „das Scheitern dieser Koalition war von Anfang an vorprogrammiert, denn ihr fehlte als Koalition der Verlierer schlichtweg jede Legitimation.“

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„Auch innerhalb der SPÖ dürfen die Konsequenzen aus der Beteiligung an dieser Regierung nicht ausbleiben“, gibt es auch klare Signale an die Bundespartei. Puchwein sagt, es sei ein Fehler gewesen, „die Glaubwürdigkeit der Sozialdemokratie für die Aussicht auf ein paar Ministerposten aufs Spiel zu setzen".
Nun liege die Verantwortung beim Bundespräsidenten: „Österreich braucht endlich eine handlungsfähige Regierung. Ein Expertenkabinett wäre eine denkbare Option“, so Puchwein. Auch Landeshauptmann Hans Peter Doskozil meinte, Nehammers Rücktritt als Kanzler sei angesichts des „historischen Finanzdebakels“ überfällig gewesen.

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Bundespräsident Alexander Van der Bellen solle nun dafür sorgen, dass Österreich eine handlungsfähige Regierung bekomme. Ein Expertenkabinett wäre dabei ein gangbarer Weg, so der Landeshauptmann. „Es ist allerdings zu befürchten, dass die Chaos-Tage in Österreich noch nicht zu Ende sind“, stellte Doskozil in einem Statement fest.
FPÖ-Spitzenkandidat Norbert Hofer hatte schon beim Rückzug der NEOS aus den Koalitionsgesprächen gemeint, es seien „100 Tage vergeudet worden, in denen Österreich dringend Stabilität gebraucht hätte“. Nach dem Scheitern von Schwarz-Rot sah Burgenlands NEOS-Sprecher Christoph Schneider den Entschluss zum Ausstieg bestätigt: „ÖVP und SPÖ sind leider nicht fähig, über die gegenseitigen Verletzungen hinwegzukommen und ein gemeinsames Bild für dieses Land zu entwickeln.“