1:1-Remis, viel Pech und ein fragwürdiger Pfiff bei Parndorfs Auftakt
REGIONALLIGA OST
Der SC/ESV Parndorf dominierte in Leobendorf über weite Strecken, traf gleich fünfmal Aluminium und musste sich nach einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung am Ende mit einem 1:1 begnügen.
© Robert Simperler
Mit viel Schwung und breiter Brust nach dem 3:1-Erfolg im ÖFB-Cup gegen die Wiener Viktoria reiste der SC/ESV Parndorf zum Ostliga-Start nach Leobendorf – und die Burgenländer machten von Beginn an eine gute Figur. Die Mannschaft von Trainer Paul Hafner kontrollierte die Partie, erspielte sich einige Möglichkeiten und hätte bereits in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse sorgen können.
Doch zunächst verhinderten Latte, Stange und Schiedsrichter Gerhard Grobelnik die verdiente Führung. Dominik Schmidt wurde nach 23 Minuten im Strafraum zu Fall gebracht, der Elfmeterpfiff blieb jedoch ebenso aus wie später nach einer Attacke an David Dornhackl. Dann donnerte Marek Rigo einen Freistoß an die Latte (28.), ehe auch Florian Krutzler und Schmidt am Aluminium scheiterten.
Der Führungstreffer lag längst in der Luft – und fiel schließlich mit dem Pausenpfiff. Florian Krutzler behielt in Minute 45 die Nerven und verwertete zur hochverdienten 1:0-Führung für die Gäste.
Ominöse Szene bringt Leobendorf zurück
Nach dem Seitenwechsel wurde Leobendorf zwar etwas aktiver, echte Torgefahr entwickelten die Hausherren zunächst aber kaum. Dann folgte die spielentscheidende Szene in der 76. Minute. Nach einer Flanke wollte Kapitän David Dornhackl den Ball klären. Torhüter Aleksandar Mirkovic nahm den Ball anschließend auf. Nach längerem Zögern entschied Schiedsrichter Grobelnik überraschend auf indirekten Freistoß wegen eines vermeintlichen Rückpasses.
„Eine mehr als fragwürdige Entscheidung“, ärgerte sich Parndorf-Coach Paul Hafner nach der Partie. Besonders bitter: Leobendorfs Joker Amadeus Zenk nutzte den indirekten Freistoß zum 1:1-Ausgleich.
Fünftes Aluminium verhindert den Sieg
Mit der Wut im Bauch drängte Parndorf in der Schlussphase auf den Sieg und hatte sogar den Matchball. Der eingewechselte Ebrima Fofana köpfelte an die Latte – bereits der fünfte Aluminiumtreffer der Hafner-Elf an diesem Nachmittag. Zuvor war zudem eine Hereingabe an der Stange gelandet.
So blieb es beim 1:1, das sich für die Burgenländer wie zwei verlorene Punkte anfühlte. „Die Leistung war gut. Man muss sich erst einmal so viele Chancen erspielen. Das Ergebnis ist ärgerlich, weil wir zur Pause schon 3:0 oder 4:0 führen hätten können“, resümierte Hafner.
Die nächste Gelegenheit, den ersten Liga-Dreier der Saison einzufahren, bietet sich bereits am Freitag. Dann empfängt Parndorf SV Donau im Heidebodenstadion.
Statistik
Leobendorf - Parndorf 1:1 (0:1).-
0:1 (45.) Krutzler, 1:1 (76.) Zenk.
Gelbe Karten: Kerschl (55. Unsportlichkeit), Makrisevic (57. Unsportlichkeit), Gremmel (59. Kritik); Haider (64. Unsportlichkeit), Rath (67. Unsportlichkeit), Schmidt (87. Foul), Bubalovic (90+4. Foul).
SR:Grobelnik, 200.
Leobendorf: Sulek; Lovric (54. Terziu), Kerschl, Luka Mirkovic (HZ. Makrisevic), Pavelic, Orgolitsch, Hofer (34. Stuchetz), Streimelweger, Beljan (HZ. Zenk), Fischer (HZ. Gökcek), Pellegrini.
Parndorf:Mirkovic; Haider (79. Ziniel), Rath, Bubalovic, Dornhackl; Pointner (70. Szabo), Schmelzer; Schmidt, Rigo, Krutzler; Buliga (57. Fofana).