NSC jubelte in letzter Sekunde über einen Auswärtssieg in Siegendorf

REGIONALLIGA OST

Der SC Neusiedl entführte beim ASV Siegendorf mit einem 1:0-Sieg drei Punkte – dank Joker Elias Tarzi in der Nachspielzeit. Die Hausherren haderten mit einer harten Entscheidung in Form eines nicht gegebenen Treffers.

Von Martin Ivansich

Am Ende durfte der SC Neusiedl doch noch jubeln!

Am Ende durfte der SC Neusiedl doch noch jubeln!

© Martin Ivansich

Siegendorf - Neusiedl 0:1. In einem umkämpften Spiel zwischen dem Tabellenzweiten SC Neusiedl und dem abstiegsbedrohten ASV Siegendorf war lange Zeit kein Klassenunterschied zu erkennen. Beide Teams begegneten sich über weite Strecken auf Augenhöhe. Siegendorfs Nikola Asceric gab zwar zwei erste Warnschüsse ab, beide blieben jedoch harmlos. Neusiedl wirkte in der Anfangsphase überraschend lethargisch und fand erst nach rund 30 Minuten besser ins Spiel. Topscorer Arbnor Prenqi rutschte in aussichtsreicher Position unglücklich weg, kurz darauf vergab Daniel Markl eine große Möglichkeit.

Für Aufregung sorgte eine umstrittene Szene kurz vor der Pause: Siegendorfs Matthias Eiba brachte Prenqi im Strafraum zu Fall, doch Schiedsrichter Andreas Kalbinger ließ weiterspielen – sehr zum Unmut der Neusiedler Bank.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst ereignisarm. Max Wodicka musste verletzungsbedingt mit Verdacht auf Rippenbruch in der Kabine bleiben. Lukas Umprecht übernahm die Kapitänsschleife und hätte nach 72 Minuten den Gast fast in Führung gebracht. Sein Versuch alleine vor ASV-Tormann Jakub Krepelka klatschte aber nur an die Innenstange.

Aberkanntes Asceric-Tor sorgte für Aufregung

In der 76. Minute wurde es turbulent: Mark Biro eroberte den Ball, bediente Asceric, der auch Torhüter Mathias Gindl überwand – doch der Assistent hob die Fahne. Abseits. Eine ziemlich umstrittene Entscheidung, die ASV-Trainer Markus Kernal lautstark kommentierte – und dafür mit der Roten Karte auf die Tribüne musste. Er sah - so wie viele andere - Asceric nicht im Abseits.

NSC jubelte in letzter Sekunde über einen Auswärtssieg in Siegendorf

© Martin Ivansich

Das Spiel bog in der hektischen Schlussphase endgültig in eine dramatische Richtung ab. In der Nachspielzeit traf Markl zunächst nur den Pfosten, ehe Joker Elias Tarzi zur Stelle war und zum viel umjubelten 1:0-Endstand für Neusiedl abstaubte.

„Schweres Spiel auf schwierigem Boden gegen einen engagierten Gegner. Wir hatten aber mehr Chancen“, analysierte NSC-Trainer Stefan Rapp. Siegendorfs sportlicher Leiter Karl Terdy lobte seine Mannschaft: „Es war unser bestes Spiel in der Rückrunde. Man hat keinen Unterschied zwischen dem Zweiten und dem Vorletzten gesehen.“

Während Neusiedl weiter die Titelchance wahrt, schwinden Siegendorfs Hoffnung auf den Klassenerhalt. Die nächste Aufgabe hat es in sich, der ASV muss zum Leader FC Marchfeld. Neusiedl reist nach Traiskirchen - wohl ohne den verletzten Kapitän Wodicka und definitiv ohne Umprecht, der die fünfte Gelbe Karte in dieser Saison bekam.

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NSC jubelte in letzter Sekunde über einen Auswärtssieg in Siegendorf

© Martin Ivansich

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© Martin Ivansich

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© Martin Ivansich

Statistik

ASV Siegendorf - SC Neusiedl am See 0:1 (0:0).-
Tor:0:1 (90.+3) Tarzi.
Rote Karte:Kernal (77. Unsportlichkeit).
Gelbe Karten: Mukuta (72. Unsportlichkeit), Asceric (80. Kritik); Umprecht (33. Foul), Fischer (38. Foul), Jausner (42. Kritik), Tarzi (90+3. Unsportlichkeit).
SR: Kaiblinger.- Siegendorf, 304.
Siegendorf: Krepelka; Klar, Fattoum, Eina, Mukuta; Marojevic, Pointner, Biro, Ylmaz (80. Lorinson), Petrovic; Asceric.
Neusiedl: Gindl; Streimelweger, Bockay, Fischer, Michal Maas (59. Terzi); Umprecht, Wodicka (46. Tercek); Rigo, Markovic (85. Matej Maas); Markl, Prenqi.