Haupternte: Burgenländischer Spargel liefert Vitaminkick

Saisonales Gemüse

Die Spargelsaison im Burgenland hat Mitte April begonnen. Besonders im Seewinkel wächst das beliebte Frühlingsgemüse auf rund 40 Hektar. Anders als im übrigen Österreich dominiert hier der grüne Spargel. Die Landwirte und Landwirtinnen setzen auf Regionalität, kurze Transportwege und hohe Standards bei Anbau und Ernte.

Von Birgit Böhm-Ritter

Burgenländischer Spargel kommt vor allem aus dem Seewinkel und aus Pöttsching.

Burgenländischer Spargel kommt vor allem aus dem Seewinkel und aus Pöttsching.

© AMA-Marketing

Durch die etwas kühleren Temperaturen hat die heurige Spargelernte im Burgenland wie gewohnt Mitte April begonnen. Damit hat die Haupternte des schmackhaften Frühlingsboten, nach dem historischen Frühstart des letzten Jahres, heuer wieder saisontypisch gestartet.

In ganz Österreich werden in einer Saison auf etwa 760 Hektar Spargel geerntet. Im Burgenland sind rund 40 Hektar mit Spargel bepflanzt. Angebaut wird er vor allem im Seewinkel sowie in Pöttsching.

Haupternte: Burgenländischer Spargel liefert Vitaminkick

© Birgit Böhm-Ritter

Grüner Spargel überwiegt im Burgenland

Im Burgenland macht grüner Spargel etwa drei Viertel der Ernte aus. Im Rest von Österreich überwiegt hingegen weißer Spargel, auch Bleichspargel genannt. Dieser hat einen milderen Geschmack. Grüner Spargel schmeckt kräftiger, ist vitaminreicher und enthält mehr Vitamin C.

Laut Landwirtschaftskammerpräsident Nikolaus Berlakovich sollte beim Einkauf auf Herkunft und Qualität geachtet werden: „Zu kaufen gibt es frischen, heimischen Spargel in den Supermärkten, in Bauernläden und Ab-Hof. Wichtig ist, beim Kauf darauf zu schauen, dass es keine billige Importware aus dem Ausland ist, wo die Produktions- und Sozialstandards deutlich geringer sind als in Österreich.“

Haupternte: Burgenländischer Spargel liefert Vitaminkick

© LKBgld/Tesch-Wessely

Frisch geernteter Spargel ist ein Produkt mit kurzer Transportzeit. Die Verbraucherinnen und Verbraucher sparen damit CO₂ und unterstützen die regionale Landwirtschaft.

Kurze Erntezeit und hoher Nährwert

„Spargel ist eine langfristige Kultur. Wird diese einmal ausgesetzt, wird viele Jahre auf derselben Fläche geerntet. Gerade am Beginn ist die Nachfrage groß“, so Berlakovich. Der Pro-Kopf-Verbrauch in Österreich von Spargel liegt derzeit bei ca. 0,5 Kilogramm pro Jahr, halb so hoch wie in Deutschland oder der Schweiz.

Der Spargel ist durch die kurze Erntezeit eine besonders saisonale Spezialität. Das Ende der Erntezeit ist traditionell am Johannistag, am 24. Juni.

Im Vorjahr wurden im Burgenland rund 46 Tonnen grüner und etwa 13 Tonnen weißer Spargel geerntet. In ganz Österreich lag die Erntemenge bei über 2.700 Tonnen.

So erkennt man frischen Spargel

Frisch „klingt“ er beim Aneinanderreiben und lässt sich leicht brechen. Die Schnittflächen sollen zudem glatt und prall, die Schnittenden frisch, hell und nicht zusammengeschrumpft oder verfärbt sein. Beim Eindrücken mit dem Fingernagel muss frischer Spargel saftig bleiben. Beim Aneinanderreiben soll Spargel quietschen. Auch beim Brechen muss er knackig sein. Lagert man ihn ungekocht in einem feuchten Tuch im Kühlschrank, bleibt er mehrere Tage frisch.

Spargel liefert einen regionalen Vitaminkick. Das Gemüse besteht zu 92 Prozent aus Wasser, enthält Ballast- und Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Weiters ist Spargel reich an Vitamin C – bei nur 20 Kilokalorien pro 100 Gramm.