Großmeister Dominik Horvath und das Triple als Ziel
Schach
Der Eisenstädter Dominik Horvath will in dieser Woche bei den Sport Austria Finals in Innsbruck zwei Staatsmeistertitel im Schach holen. Es wäre die Basis für ein angepeiltes Triple, das er dann im Juli finalisieren möchte.
Dominik Horvath (l.) will sich in diesem Sommer gleich dreimal an Österreichs Spitze spielen.
© zVg/Dominik Horvath
Schnellschach und Blitzschach stehen bei den von 18. bis 22. Juni dauernden Sport Austria Finals am Programm. Einmal mehr vereint das Sportfestival zahlreiche Staatsmeisterschaften miteinander zu einem großen Event. Von 19. bis 27. Juli folgen dann in Linz noch die Staatsmeisterschaften im Standardschach. Bei allen drei Bewerben will Dominik Horvath gewinnen. Der Großmeister – seit 2024 vom Weltschachverband bestätigt – und Jus-Student hat sich dieses Triple auf nationaler Ebene zum Ziel gesetzt und fiebert den Finals bereits entgegen. „Es wäre natürlich ein Traum. Ich sehe mich als einen der Favoriten und werde alles dafür geben, um auch 2025 auf nationaler Bühne erfolgreich zu sein.“
Nach dem Highlight des „Großmeister-Titels“ („Ich habe zehn Jahre auf diesen Tag hingearbeitet“) will Dominik Horvath über kurz oder lang in die Top-100 der Welt. Dafür ist die magische Elo-Zahl von 2.600 nötig. „Je besser man Schach spielt, desto weniger große Sprünge macht man bei den Elo-Zahlen. Ich muss viel Geduld mitbringen, aber ich bin bereit.“
Jetzt gilt es aber einmal, national zu performen. In Innsbruck holte der Nordburgenländer im Vorjahr Platz eins und zwei. „Innsbruck war schon letztes Jahr super organisiert. Heuer möchte ich zeigen, dass ich das Triple holen kann und bei den Finals den Grundstein legen. Die beiden Bewerbe sind logischerweise entscheidend. Ich werde dort gut vorbereitet ans Brett gehen und versuchen, meine Gegner in Schach zu halten. Die Konkurrenz ist groß – wir haben in Österreich mittlerweile einige Großmeister.“ Leicht wird es nicht – mit Spielern wie Felix Blohberger wartet auch in diesem Jahr erneut starke Konkurrenz.
Gerade deshalb ist es nötig, die eigenen Stärken auszuspielen. Horvath sieht hier durchaus Alleinstellungsmerkmal bei manchen Qualitäten: „Ich fürchte mich nicht vor Komplikationen und dynamischen Stellungen“, sagt das Schach-Aushängeschild. Seine aggressive Spielweise macht ihn schwer ausrechenbar und auch bei internationalen Gegnern gefürchtet. Die Eröffnungen studiert er mit modernsten Mitteln, darunter der Schachsoftware ChessBase. „Das Ziel eines Schachspielers ist es, sich dem Niveau eines Computers anzunähern. Wir werden ihn nie besiegen können, er wird uns immer einen Schritt voraus sein. Aber ich nehme da immer sehr viel mit, studiere die Art und Weise, wie er spielt, und versuche, mir Bausteine anzueignen und in mein eigenes Spiel zu implementieren. Diese Herangehensweise hat sich schon in vielen Spielphasen bezahlt gemacht.“