74-Jähriger wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht
Schwere Vorwürfe
An seiner eigenen Tochter und deren Freundin soll sich ein heute 74-jähriger Mann vergriffen haben. Jetzt steht er wegen sexuellen Missbrauchs Unmündiger vor Gericht.
Der 74-Jährige bekannte sich vor Gericht nicht schuldig.
© BVZ/Kirchmeir
Zu Beginn des Prozesses am 30. Jänner wurden die Personaldaten des im Südburgenland lebenden Angeklagten überprüft. Der gebürtige Tiroler gab an, verheiratet zu sein. Als Pensionist erhält er monatlich rund 2.000 Euro. Für seine 18-jährige Tochter ist er sorgepflichtig. Vorstrafen hat er keine.
Vorgeworfen wird ihm, über einen längeren Zeitraum seine eigene Tochter und deren Freundin sexuell missbraucht zu haben. Die Mädchen sollen während dieser Übergriffe im Alter von fünf bis dreizehn Jahren gewesen sein.
Jetzt sind die mutmaßlichen Opfer erwachsen. Ihre schwerwiegenden Vorwürfe gegenüber dem Angeklagten brachten sie bei einer schonenden Einvernahme vor, die auf Video aufgezeichnet wurde.
Vor Gericht bestritt der Angeklagte die gegen ihn erhobenen Vorwürfe.
Der Prozess fand auf Antrag der Staatsanwältin bereits ab dem Anklagevortrag unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Über die Vorwürfe im einzelnen und die konkrete Verantwortung des Angeklagten kann somit nicht berichtet werden.
Zu einem Urteil kam es nicht - der Prozess wurde zur Einvernahme zweier weiterer Zeugen auf März vertagt.