Früherer Landesrat sieht Oberpullendorf als „Die breite Mitte“

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Peter Rezar, Präsident vom ARBÖ Burgenland und Österreich sowie Rettet das Kind Österreich sowie ehemaliger Landesrat und SPÖ-Bezirksparteivorsitzender, ist der Arbeit wegen von Jennersdorf nach Oberpullendorf gezogen und der Liebe wegen im Mittelburgenland geblieben.

Von Michaela Grabner

Peter Rezars Lieblingsplatz in der Stadt ist zwar zuhause, aber er genießt es auch, in einem der vielen Cafehäuser zu sitzen. Gerne geht er etwa in die Schmyede oder zum "Michl", denn "dort hört man alle Neuigkeiten."

Peter Rezars Lieblingsplatz in der Stadt ist zwar zuhause, aber er genießt es auch, in einem der vielen Cafehäuser zu sitzen. Gerne geht er etwa in die Schmyede oder zum "Michl", denn "dort hört man alle Neuigkeiten."

© Michaela Grabner

„Es ist sehr lebenswert, ich bin gerne da“, streut der gebürtige Jennersdorfer der Hauptstadt des Mittelburgenlands Rosen. Mehr als vierzig Jahre ist es her, dass seine berufliche Tätigkeit Peter Rezar ins, wie er es später als Landesrat immer wieder gerne genannt hat, „Zentralburgenland“ geführt hat. Im November 1981 kam er als Jurist an die Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf, wirklich sesshaft ist er hier aber um einiges später geworden.

Zunächst bewohnte er über ein Jahr ein Zimmer im Gasthaus Krail und durfte dann nach Großwarasdorf übersiedeln, da dort eine Lehrerwohnung frei geworden war. „Gleich nebenan hat meine Frau gewohnt“, lächelt Rezar. 1983 wurde geheiratet und gemeinsam übersiedelte das Paar in eine Dienstwohnung der Bezirkshauptmannschaft in der Engelbergsiedlung . „Ich wollte nicht gleich bauen, weil ich nicht wusste, wo ich eventuell eine Stelle bekomme“, erklärt Rezar, warum dann erst 1999 mit einem Hausbau begonnen wurde.

Damals wurde er auch Landesrat in der Regierung Stix II, eine Funktion, die er bis 2015 ausübte. Insgesamt 30 Jahre war Peter Rezar in der Berufspolitik, unter anderem als Mitglied des Bundesrates, Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag und Obmann des SPÖ-Landtagsklubs, tätig, zwei Jahre auch im Gemeinderat von Oberpullendorf. „Als ich Klubobmann wurde, habe ich mein Gemeinderatsmandat zurückgelegt, das war mir zuviel“, gesteht Rezar.

„Als ich 1981 gekommen bin, hat es viele Geschäfte gegeben. Man fast alles in Oberpullendorf bekommen. Heute stehen schon Geschäftslokale leer und mit jedem Geschäftslokal geht etwas verloren“, hofft er in diesem Bereich auf eine gute Zukunftsentwicklung. Stark verbessert hat sich aus seiner Sicht hingegen die medizinische Versorgung. „Vor 30, 40 Jahren mussten die Leute zu Fachärzten nach Wien oder Wiener Neustadt fahren, diese Infrastruktur hat sich wesentlich verbessert. Und auch verkehrstechnisch ist die Erreichbarkeit nicht so schlecht.“

Bekannt ist Oberpullendorf aus Rezars Sicht einerseits für den Fasching, andererseits auch als medizinisches Zentrum für Gastroenterologie und Kinderwunschmedizin. „Sehr bekannt ist auch die Draisinentour. Wenn ich aufgrund meiner Präsidententätigkeit in Westösterreich unterwegs bin und gefragt werde, woher ich bin und ich dann Oberpullendorf sage, höre ich sehr oft: 'Ah da sind die Draisinen“, so Rezar, wobei dies gleichzeitig ein Oberpullendorf-Tipp von ihm ist ebenso wie jetzt im Sommer ein Besuch des wunderschönen Freibads oder der vielen Cafehäuser. „Jedes Cafehaus hat für sich einen gewissen Charme."

Was in Oberpullendorf aus Sicht des ehemaligen Landesrates als nächstes umgesetzt werden sollte? „Alles, was mehr Lebensqualität bringt, damit sich mehr Leute hier niederlassen und es eine Aufwärtsentwicklung gibt. Dazu gehört eine Wirtschaftsbelebung verbunden mit Arbeitsplätzen ebenso wie Freizeitangebote.“

Persönliches

Name:Peter Rezar

Jahrgang: 1956

Beruf:Pensionist

Familie: verheiratet, ein Sohn (40), eine Tochter (39), drei Enkelkinder

Hobbys: reisen, lesen und ein bisschen Sport (Radfahren und Schwimmen)

Ich lebe in Oberpullendorf seit....1981

Oberpullendorf in drei Worten:Die breite Mitte

Mein Lieblingsplatz in Oberpullendorf: Zuhause

Was ich mir für Oberpullendorf wünsche:eine erfolgreiche Zukunftsentwicklung

Wenn ich gerade nicht in Oberpullendorf bin, bin ich am liebsten ... bei meinen Kindern und Enkelkindern, die in Wien leben.