Von Wiener Neustadt zurück in die Schulstadt Oberpullendorf

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Für Handelsakademie- und Handelschul-Direktorin Sonja Hasler steht Oberpullendorf für Bildung, Kultur und Sport.

Von Michaela Grabner

Der Lieblingsplatz von Sonja Hasler in Oberpullendorf ist in „ihrer“ Schule, inmitten der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrinnen und Lehrer. Mit diesen wurde anlässlich des Jubiläums der Stadt eine Ausstellung über deren (wirtschaftliche) Entwicklung in den vergangenen fünf Jahrzehnten erstellt.

Der Lieblingsplatz von Sonja Hasler in Oberpullendorf ist in „ihrer“ Schule, inmitten der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrinnen und Lehrer. Mit diesen wurde anlässlich des Jubiläums der Stadt eine Ausstellung über deren (wirtschaftliche) Entwicklung in den vergangenen fünf Jahrzehnten erstellt.

© Michaela Grabner

„Ich habe immer gewusst, dass ich als Lehrerin wieder zurück an 'meine Schule' kommen möchte“ betont Sonja Hasler. Die in Strebersdorf wohnhafte Direktorin der Handelsakademie und Handelsschule Oberpullendorf hat es zunächst als Schülerin nach Oberpullendorf verschlagen. Sie hat die Unterstufe des Gymnasiums und danach die Handelsakademie besucht, wo sie ihre Reife- und Diplomprüfung abgelegt hat.

Seit September 2010 ist sie wieder an „ihrer Schule“. „Ich bin ich als Wirtschaftspädagogin an die HAK/HAS Oberpullendorf zurückgekehrt. Zuvor unterrichtete ich sieben Jahre lang an der HLW Wiener Neustadt“, erzählt Hasler. Im September 2018 übernahm sie die Administration der Handelsakademie und Handelsschule Oberpullendorf und zwei Jahre später (im September 2020) wurde sie zur Schulleiterin der ernannt.

„Familiäre Stadt in überschaubarer Größe“

Sonja Hasler weiß also genau, wovon sie spricht, wenn sie sagt, dass Oberpullendorf zwar eine familiäre Stadt in überschaubarer Größe ist, aber trotz dieser kleinen Struktur das Bildungsangebot und die Schuldichte sehr gut und vielfältig sind. „Vor Ort gibt es alle Arten von Schulen, um unsere Kinder bestmöglich zu fördern und ihnen eine ausgezeichnete Ausbildung zu ermöglichen: angefangen vom Kindergarten, über die Schule für die besondere Förderung (Sonderschule) bis hin zu den allgemein- und berufsbildenden Oberstufen, der Musikschule und verschiedenen Weiterbildungsangeboten“, meint sie.

Auch das Angebot an ärztlicher Versorgung ist aus ihrer Sicht sehr dicht. Darüber hinaus ist die Kinderwunschklinik noch sehr bekannt und einzigartig und kann ausgezeichnete Kompetenzen und viele Referenzen vorweisen“, so Hasler.

Zwischen Tennisakademie und Draisinen-Tour

Außerdem denkt sie, dass Oberpullendorf vor allem als Schulstandort bekannt ist und die Stadt insgesamt in den vergangenen Jahren durch die Tennisakademie und die Tennismeisterschaften noch bekannter geworden ist. „Zudem verbindet man mit Oberpullendorf auch die Draisinen-Tour. Die alte Bahnstrecke wurden bestmöglich umfunktioniert und bietet eine Kombination aus „Fahrradfahren“ und dem Kennenlernen des Bezirks aus einer anderen Perspektive“, nennt Hasler die Draisinentour auch als Tipp für Oberpullendorf-Gäste. Diesen rät sie übrigens auch eine Besuch des Kinos, das zwar keinen regelmäßigen Filmbetrieb mehr anbietet, aber punktuell und zu besonderen Anlässen immer wieder seine Türen öffnet.

„Die heimelige Atmosphäre und die Liebe, mit der Oliver das Kino gemeinsam mit seinen Eltern betreibt, ist etwas Besonderes und auf jeden Fall einen Besuch wert“, schwärmt Hasler. Dass die Familie Treiber das Kino mit viel Herz weiterführt, ist für sie ein Grund, warum die Familie Treiber zu jenen Oberpullendorfern gehört, die Hasler besonders bewundert. Bewundernswert sind aus ihrer Sicht auch die „Gründungsväter“ der Handelsschule: Sie erkannten bereits im Jahr 1969 die Notwendigkeit, eine berufsbildende Schule zu errichten und stellten ein Ansuchen an den Bürgermeister Josef Seifried mit der Bitte um die Errichtung einer Handelsschule vor Ort. Die damaligen Antragsteller waren Johann Aumüller, Karl Karner, Anton Stimakovits, Michael Domschitz, Erich Tomsic, Karl Hoffmann, Gerhard Geldner, Nikolaus Galos, Franz Rath, August Wutschek, Paul Krail, Paul Blagusz, Stefan Kuzmich und Gabriel Wagner.

In Zukunft sollte man Haslers Meinung nach das Stadtzentrum beleben sowie Kinder und Jugendliche bzw. Schulen zu fördern, um den Schulstandort attraktiver zu machen und Abwanderung zu vermeiden.

Persönliches

Name: Sonja Hasler
Jahrgang:1979
Beruf:Direktorin der BHAK/BHAS Oberpullendorf
Familie: verheiratet, 2 Kinder
Hobbys: Garten, Fotografie, Reisen
Oberpullendorf in drei Worten: Bildung, Kultur, Sport
Mein Lieblingsplatz in Oberpullendorf: in „meiner“ Schule, inmitten der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrinnen und Lehrer – unserer „Schulfamilie“

Was ich mir für Oberpullendorf wünsche: Ich wünsche der Stadtgemeinde Oberpullendorf bzw. den Bewohner:innen ein friedliches Miteinander auch in schwierigen Zeiten. Nur gemeinsam können wir dafür sorgen, dass sich jede:r wohlfühlt und sich diese lebenswerte Stadt weiterentwickeln kann.

Wenn ich gerade nicht in Oberpullendorf bin, dann bin ich am liebsten... in meinem Garten oder auf Reisen im In- und Ausland.