Während das neue Gesetz zu Integrations-Pflichten vorbereitet wird, zeigen die Zahlen: Burgenland hat im Österreich-Vergleich den geringsten Zuzug: Der Anteil von Menschen mit ausländischem Geburtsort, wie es statistisch heißt, liegt bei 13,9 Prozent.
Warnungen und neue Chancen beim Bodensymposium in Raiding
So gelingt Bodenschutz
Expertinnen und Experten diskutierten in breit angelegten Gesprächsrunden und im Spannungsfeld von Klimawandel, Raumplanung und Landwirtschaft. Das von Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner erste Bodensymposium im Raidinger Liszt-Zentrum zeigte vor allem auch Wege auf, wie es in Zukunft gehen kann.
Diskussionsrunde beim Bodensymposium (v.l.): Andreas Baumgarten (AGES), Gernot Bodner (BOKU), Moderatorin Angelika Niedetzky, Gundula Prokop (Umweltbundesamt), Claudia Winkovitsch (LWK Burgenland), Bernhard Scharf (BOKU).
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Dass die einfachsten Lösungen oft nahe liegen, das gilt auch beim Bodenschutz: Statt neue Flächen zu versiegeln, muss man oft nur Ausschau nach bereits versiegelten und ungenutzten Flächen halten. Best-Practice-Beispiele standen deshalb beim ersten burgenländischen Bodensymposium immer wieder im Fokus. Aus Forschung, Verwaltung, Wissenschaft und Landwirtschaft kamen weitere Impulse, wie die Zukunft gelingen kann.
Auf das Zukunftsthema schlechthin sind Politik und Gesellschaft längst sensibilisiert, der Kampf gegen die Bodenversiegelung beginne aber erst gerade, sagten Expertinnen und Experten bei ihren Vorträgen in Raiding; Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner sieht das Symposium als Startschuss und „starkes Signal“: Am Ende des Tages unterzeichneten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein gemeinsames Bekenntnis zum verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Boden.
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Das Burgenland sei besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen, wurde unter anderem gewarnt: Längere Dürreperioden und zunehmende Starkregenereignisse gefährden die Fruchtbarkeit der Böden, zugleich ist das Ortsbild oftmals von versiegelten Flächen geprägt. Rund 5.500 Quadratmeter werden in Österreich jeden Tag neu verbaut, wie Daten des Umweltbundesamtes zeigen.
Im Vergleich zu Deutschland etwa zeigt sich bis ins Burgenland eine überdurchschnittliche Flächen-Inanspruchnahme: Straßen und Supermärkte sind die größten „Bodenfresser“. Gegen neue Supermärkte am Ortsrand hat das Land im Raumplanungsgesetz bereits ein Zeichen gesetzt, die Bodenschutz-Initiative wird im aktuellen Regierungsprogramm fortgesetzt. Neben dem Lenkungsausschuss für Landwirtschaft und Nachhaltigkeit stellte die Landeshauptmann-Stellvertreterin kürzlich den Entsiegelungswettbewerb für alle Gemeinden vor: „Baba Beton!“

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Beim Bodensymposium gaben sieben Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Beratung und Praxis ihre Impulse zu den zentralen Themen Landwirtschaft, Klimawandel und nachhaltiges Flächenmanagement: Andreas Baumgarten (AGES) unterstrich in seinem Vortrag die Bedeutung gesunder Böden - „für uns und unsere Umwelt”, Claudia Winkovitsch von der burgenländischen Landwirtschaftskammer berichtete über die Herausforderungen der Betriebe, Gernot Bodner von der BOKU über „Bodenpioniere“ und Resilienz.
„Entsiegelung - wo, wie und warum?“, fragte Bernhard Scharf (BOKU), natürlich gab es darauf auch Antworten. Gundula Prokop vom Umweltbundesamt stelte erfolgreiche Beispiele aus der Praxis vor, Marcus Keding (Forschung Burgenland präsentierte Visionen und Projekte, Martin Grassberger sprach über den gesundheitlichen Wert fruchtbarer Böden.
Im Anschluss erwarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Gruppen gemeinsame Ideen für zukünftige Forschungs- und Praxisprojekte im Burgenland. Diese sollen in die Arbeit der Landesregierung einfließen. Noch mehr zu den einzelnen Themen und Vorträgen gibt's online unter 1. Burgenländisches Bodensymposium - Land Burgenland