Neudörfl: Sozimobil sucht FahrerInnen für den Fahrdienst

Sozialstation

Seit August 2017 übernehmen Freiwillige der Sozialstation Neudörfl und Bad Sauerbrunn Fahrdienste für mobilitätseingeschränkte Personen, so zum Beispiel zu Ärzten oder Therapien, zum Friseur, zum Einkauf oder zu Veranstaltungen. Aktuell wird nach neuen Fahrern oder Fahrerinnen gesucht.

Von Christian Artner

Die Sozialstation Neudörfl/Bad Sauerbrunn sucht derzeit nach engagierten Fahrern oder Fahrerinnen für den Sozialdienst, so jemanden wie zum Beispiel Erich Steiger, der schon seit einiger Zeit hinter dem Steuer des Sozimobils sitzt.

Die Sozialstation Neudörfl/Bad Sauerbrunn sucht derzeit nach engagierten Fahrern oder Fahrerinnen für den Sozialdienst, so jemanden wie zum Beispiel Erich Steiger, der schon seit einiger Zeit hinter dem Steuer des Sozimobils sitzt.

© zVg

Seit Beginn des Sozimobils wurden über 1.000 verschiedene Fahrgäste befördert (genau 1.041). Die durchgeführten Fahrten sind dabei noch weitaus höher. Insgesamt legte das Sozimobil 262.422 Kilometer zurück, berichtet Edith Kern-Riegler, die Leiterin der Sozialstation. Zehn FahrerInnen sind derzeit mit drei Autos unterwegs. „Da die Nachfrage aber immer größer wird, suchen wir dringend Verstärkung.“

Eine notwendige Voraussetzung, um beim Sozimobil am Fahrersitz Platz nehmen zu können, ist natürlich ein Führerschein der Klasse B. Merkmale wie zum Beispiel das Alter spielen prinzipiell keine Rolle. „Mit Ausnahme von einer Person sind aber all unsere FahrerInnen schon im Ruhestand.“ Das liegt zum Teil natürlich auch daran, dass viele Termine bevorzugt vormittags oder am frühen Nachmittag erledigt werden und sich das mit den Arbeitszeiten in der Berufswelt häufig schneidet. „Einen Tag vorher bekommt man den Fahrplan für den nächsten Tag und jene zwei, die sich zum Dienst gemeldet haben, teilen sich die Fahrten auf. Nicht zu vergessen sind dabei die Rückholtransporte, die man auch einkalkulieren muss.“

Sehr viel Dank und Anerkennung für Freundlichkeit und Geduld

Ein „soft skill“, also eine Voraussetzung, die zwar nicht unbedingt Pflicht ist, aber die Fahrten sicherlich für beide Seiten angenehmer gestaltet, wäre Kommunikationsfreudigkeit. Es entsteht sozusagen kein Schaden, wenn man sich auch für die Menschen interessiert, die man bei sich im Auto sitzen hat, indem man mit ihnen ein wenig plaudert. „Unsere Mitarbeiter/nnen sind hier wirklich einsame Spitzenklasse“, ist Edith Kern-Riegler voll des Lobs: „Sie fahren ehrenamtlich und bekommen nur eine kleine Anerkennung für ihren Einsatz einmal in der Woche. Vor allem aber bekommen sie für ihre Liebenswürdigkeit, Freundlichkeit und Geduld sehr viel Dank und Anerkennung zurück.“

Geringfügige Beschäftigung wäre ebenfalls eine Möglichkeit

Es spreche aber auch nichts dagegen, so die Leiterin der Sozialstation, wenn jemand geringfügig beschäftigt werden möchte, was es dann wiederum zum Beispiel auch für StudentInnen interessant machen könnte.

In den Genuss des Fahrtendienstes kommen alle jene, die Mitglied bei der Sozialstation sind. Das ist durch die Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von 11 Euro jährlich gewährleistet. Für die einzelnen Fahrten muss nichts bezahlt werden. Für Fahrtenanmeldungen steht die Sozimobil-Nummer 0676 555 20 40 zur Verfügung. Mehr Infos für interessierte FahrerInnen unter: 0676 9 58 58 05 oder generell unter sozialstation.at