Alternative Finanzierungsquelle für Neudörfler Feuerwehr

Spenden mit Pfandbons

Wie wichtig die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr ist, wird in den Sommermonaten, wenn Unwetter übers Land ziehen, noch einmal deutlicher als sonst. Damit diese wertvolle Leistung allerdings erbracht werden kann, ist natürlich auch Geld notwendig. Die Feuerwehr Neudörfl hat sich jetzt eine neue Finanzierungsmöglichkeit erschlossen.

Von Christian Artner

Bei der Billa- und Penny-Filiale in Neudörfl kann für die örtliche Feuerwehr gespendet werden. Auch wenn es nur kleine Beträge sind, hilft es der Feuerwehr, notwendige finanzielle Ausgaben zu tätigen.

Bei der Billa- und Penny-Filiale in Neudörfl kann für die örtliche Feuerwehr gespendet werden. Auch wenn es nur kleine Beträge sind, hilft es der Feuerwehr, notwendige finanzielle Ausgaben zu tätigen.

© zVg | Facebook

Durch Subventionen des Landes Burgenland und vor allem aus dem Gemeindebudget der Marktgemeinde Neudörfl wird ein beträchtlicher Teil der Aufwendungen der Freiwilligen Feuerwehr Neudörfl gestemmt. Einen Teil muss jedoch auch die Freiwillige Feuerwehr selbst aufbringen, berichtet Kommandant Peter Schmid: „Dies ist etwa durch die Einnahmen bei unseren Veranstaltungen und durch Spenden der Bevölkerung und Unternehmen aus Neudörfl möglich.“

Seit ein paar Tagen gibt es noch eine weitere Möglichkeit, wie man unkompliziert die Feuerwehr in Neudörfl mit einer kleinen Spende unterstützen kann. „Es freut uns besonders, dass wir mit unserer örtlichen Billa- und Penny-Filiale eine Vereinbarung treffen konnten, eine Spendenbox für die Pfandbons aufzustellen, welche man direkt bei der Flaschenrückgabe einwerfen kann. Auch wenn dies von jedem nur einen kleinen Beitrag darstellt, es hilft uns in Summe, die erforderlichen Anschaffungen schneller und effizienter tätigen zu können“, so Peter Schmid.

Ständige Weiterentwicklungen im Bereich der Fahrzeuge und Gebäudetechnik erfordern, dass wir unsere Gerätschaften auf dem neuesten Stand der Technik halten oder zumindest wieder auf diesen bringen. Feuerwehrkommandant Peter Schmid

Laufende Schulungen und Weiterbildungen der Mannschaft sind nur ein kleiner, aber wichtiger Teil, um der Bevölkerung Hilfe leisten zu können. Ein weiterer Aspekt, der sozusagen ins Geld geht, ist die Ausrüstung, welche laufend gepflegt, gewartet, aber auch erneuert und modernisiert werden muss. „Ständige Weiterentwicklungen im Bereich der Fahrzeuge und Gebäudetechnik erfordern, dass wir unsere Gerätschaften auf dem neuesten Stand der Technik halten oder zumindest wieder auf diesen bringen. Auch die Unwetter- und Katastrophenlage, die in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat, erfordert ein Umdenken und Aufstocken im Bezug auf die Ausrüstung, welche für diese Einsätze erforderlich ist“, erklärt Schmid.

Idee mit den Pfandbons entdeckte man bei anderen Feuerwehren

Auch vergleichsweise banale Sachen müssen finanziert werden: „Aktuell schaffen wir im Feuerwehrhaus Raum für Spinde, um unseren neuen Mitgliedern einen Platz für ihre Einsatzuniformen geben zu können - welche ebenfalls angeschafft werden muss.“ Zudem war die Teleskopmastbühne bei einer Reparatur. Das Budget der Feuerwehr wird dadurch mit einem fünfstelligen Bereich belastet.

Aktion läuft noch bis auf Weiteres fort

Die Idee mit der Pfandbon-Spende habe man bei anderen Feuerwehren auf sozialen Kanälen entdeckt. „Das hat uns sehr gut gefallen, deshalb haben wir einfach bei unseren örtlichen Lebensmittelhändlern nachgefragt und erhielten die Zustimmung, diese Aktion auch bei uns ins Leben zu rufen.“

Die Aktion läuft bis auf Weiteres noch fort. „Wir bedanken uns bereits jetzt schon bei allen, die uns unterstützen und hoffen auf weitere zahlreiche Teilnahme unserer Bevölkerung“, sagt der Kommandant abschließend.