Während das neue Gesetz zu Integrations-Pflichten vorbereitet wird, zeigen die Zahlen: Burgenland hat im Österreich-Vergleich den geringsten Zuzug: Der Anteil von Menschen mit ausländischem Geburtsort, wie es statistisch heißt, liegt bei 13,9 Prozent.
SPÖ: Prominente Fans und Spekulationen um Doskozil & Kern
Unterstützungserklärungen
Die Teams um die drei derzeitigen Hauptakteure der SPÖ-Mitgliederbefragung formieren sich: Pamela Rendi-Wagner präsentiert vornehmlich weibliche Unterstützerinnen, Andreas Babler setzt – inklusive Fans aus Hirm – auf die Basis, Hans Peter Doskozil ebenso, und zusätzlich auf Ex-Minister Karl Schlögl oder Max Lercher. Auch der Name Christian Kern fällt immer wieder.
Am Montag tagte die Wahlkommission. Selbst die technische Abwicklung der Mitgliederbefragung bleibt umkämpft.
© APA, ROLAND SCHLAGER
Zuletzt wurden sogar neuerliche Spekulationen um eine mögliche SPÖ-Doppelspitze laut: Landeshauptmann Doskozil und Ex-Kanzler Kern könnten gemeinsame Sache planen, wird gemunkelt. Kommentare gab es dazu keine, aber Kern hat bereits wiederholt versichert, er werde sich auch am Sonderparteitag Anfang Juni nicht etwa überraschend um den roten Chefposten bewerben.
Stichwort Bewerber: Deren endgültige Zahl steht erst in den kommenden Tagen fest; die amtierende Vorsitzende Rendi-Wagner, Herausforderer Doskozil und Traiskirchens Bürgermeister Babler gelten nach wie vor als aussichtsreichste Kandidaten. Und als solche formieren sie langsam aber sicher ihre Teams.
Rendi-Wagner zeichnete schon mit der Abgabe ihrer 100 Unterstützungserklärungen die Richtung vor: Weibliche Akteurinnen aus allen Bereichen der Sozialdemokratie setzen sich für die amtierende Chefin ein, darunter die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures, AK-Präsidentin Renate Anderl, Ex-Siemens-Chefin und -Staatssekretärin Brigitte Ederer, die frühere Ministerin Hilde Hawlicek oder Margit Fischer, Frau des ehemaligen Bundespräsidenten.
Ex-Minister und Alt-Landeschef im Team Doskozil
Wie Rendi-Wagner, hat auch Doskozil seine Unterstützer in der SPÖ-Nationalratsfraktion: beginnend bei den beiden burgenländischen Abgeordneten Maximilian Köllner und Christian Drobits bis hin zu den Niederösterreicherinnen Petra Tanzler und Melanie Erasim. Zuletzt gesellte sich der ehemalige Bundesgeschäftsführer Max Lercher hinzu, dem im Fall eines Doskozil-Siegs in der Partei vermutlich eine wichtigere Rolle zufallen würde.
Ebenso wird Doskozil von Ex-Innenminister Karl Schlögl und Alt-Landeshauptmann Hans Niessl unterstützt; der langjährige SPÖ-Klubchef Josef Cap äußerte seine Sympathien. Noch eindeutiger positionierten sich einige Bürgermeister aus größeren steirischen Städten wie Leoben oder Knittelfeld. Landesorganisationen, die Doskozil nahestehen, sich öffentlich aber zurücknehmen, sind Niederösterreich und Salzburg.
Die Basis in Niederösterreich hat auch der Traiskirchener Bürgermeister Babler auf seiner Seite. Insofern geht es ihm nicht so sehr um prominente Schützenhilfe. Neben dem Bregenzer Bürgermeister Michael Ritsch gibt es einige Stimmen aus dem Westen, denn Babler ist bekanntlich mit einer Vorarlbergerin verheiratet. Fans hat der Bürgermeister auch in Wien und im Burgenland: Ein Instagram-Posting vom Besuch einer Hirmer Delegation machte schnell die Runde; angeführt von der früheren Bürgermeisterin und Bundesrats-Präsidentin Inge Posch-Gruska, die per Erklärung wiederum Rendi-Wagner unterstützt.
Ein „Like“ auf Facebook gab es bei Bablers Kandidatur-Ankündigung auch von der Burgenländerin Julia Herr. Die SPÖ-Nationalratsabgeordnete und frühere SJ-Chefin wurde zugleich immer wieder als mögliches Mitglied im Team Doskozil genannt. Auf BVZ-Anfrage will sie sich zu den Spekulationen aktuell nicht äußern.