Im Bezirk Neusiedl am See wurden im Jagdjahr 2025/26 insgesamt 3.937 im Straßenverkehr getötete Wildtiere gemeldet – damit liegt der Bezirk österreichweit an erster Stelle.
Orthodoxes Kloster trauert um Großspender Helmut Szalay
St. Andrä/Apetlon
Helmut Szalay aus Apetlon ist am vergangenen Samstag, 24. Mai, verstorben. Das meldete die Katholische Presseagentur Kathpress am Montag. Der Unternehmer hatte gemeinsam mit seiner Frau Zita maßgeblich zur Entstehung des orthodoxen Klosters in St. Andrä am Zicksee beigetragen. Die griechisch-orthodoxe Metropolis von Austria würdigt sein Engagement.
Helmut Szalay (rechts) bei der Verleihung des goldenen Verdienstzeichens der Metropolis von Austria 2022 - mit seiner Enkeltochter Margit und deren Sohn Anton, die die Auszeichnung posthum für Zita Szalay entgegennahmen.
© Klaus Zwinger
Im Februar 2020 spendete Helmut Szalay 100.000 Euro für den Bau des orthodoxen Klosters in St. Andrä. Die Summe ermöglichte überhaupt erst, dass das Projekt in Angriff genommen werden konnte. Szalay widmete seine Unterstützung dem Andenken an seine 2019 verstorbene Ehefrau Zita. Beide wurden mit dem Goldenen Verdienstkreuz der griechisch-orthodoxen Metropolis von Austria ausgezeichnet. Zita Szalay erhielt posthum auch den St.-Martins-Orden in Gold der katholischen Diözese Eisenstadt.
Das Ehepaar engagierte sich über das Kloster hinaus für soziale Initiativen in Apetlon. Den Klosterbau bezeichneten sie als „Friedensprojekt“. Als das Vorhaben in der Anfangsphase auf Ablehnung stieß, boten die Szalays sogar ein eigenes Grundstück als neuen Standort an. Die Bevölkerung sprach sich jedoch in einer Bürgerbefragung 2016 und einer Volksabstimmung 2017 für den ursprünglich geplanten Bauplatz aus.
Monastisches Leben trotz Baustillstand
Das orthodoxe Klosterprojekt wurde 2014 auf Initiative der katholischen Diözese Eisenstadt begonnen, die dafür ein Grundstück in St. Andrä zur Verfügung stellte. Der Grundstein für den Neubau wurde im September 2020 gelegt. Der Bau selbst verzögert sich seither immer wieder.

© Architekt DI Themistoklis Ioannou
Trotzdem besteht bereits seit 2016 eine kleine Mönchsgemeinschaft vor Ort. Zwei umgestaltete Wohnhäuser mit Kapelle, Gästehaus und Mönchszellen bilden das provisorische Kloster, in dem das spirituelle und liturgische Leben gepflegt wird. Nach anfänglicher Skepsis hat sich das orthodoxe Kloster mittlerweile gut in die Gemeinde St. Andrä integriert. Die Mönche sind Teil des lokalen Lebens geworden.
Mit dem Tod von Helmut Szalay verliert die orthodoxe Kirche im Burgenland nicht nur einen großzügigen Förderer, sondern auch einen verlässlichen Brückenbauer zwischen Konfessionen und Kulturen.
Das Begräbnis findet am 30. Mai 2025 um 14 Uhr in Apetlon statt. Die Verabschiedung beginnt um 12 Uhr, die Betstunde um 13 Uhr.