400 Jugendliche starten „72 Stunden ohne Kompromiss“

Startfest

Mit einem großen Startfest im Pannoneum Neusiedl am See begann am Mittwoch die Jugendsozialaktion „72 Stunden ohne Kompromiss“. 400 Jugendliche engagieren sich in 17 Projekten im ganzen Burgenland für soziale, ökologische und kreative Initiativen. Die Aktion wird von der Katholischen Jugend, der Caritas und Hitradio Ö3 getragen.

Von Von BVZ Redaktion

Daumen hoch für „72 Stunden ohne Kompromiss“.

Daumen hoch für „72 Stunden ohne Kompromiss“.

© Diözese Eisenstadt

Auftakt im Zeichen des Engagements

Als das Startsignal im Pannoneum fiel, war die Begeisterung spürbar: Jugendliche aus allen Teilen des Burgenlands packen dreu Tage lang an, um Menschen in verschiedensten Lebenslagen zu helfen. Die Aktion „72 Stunden ohne Kompromiss“ gilt als Österreichs größte Jugendsozialaktion. Sie wird österreichweit von der Katholischen Jugend, der Caritas und Hitradio Ö3 organisiert und motiviert junge Menschen, sich für andere einzusetzen.

Beim burgenländischen Startfest waren neben zahlreichen Schülerinnen und Schülern auch Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics, Caritas-Direktorin Melanie Balaskovics und Landesrätin Daniela Winkler anwesend. Winkler vertrat Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und lobte die Initiative: „‚72 Stunden ohne Kompromiss‘ zeigt eindrucksvoll, wie engagiert, kreativ und solidarisch junge Menschen im Burgenland sind.“

„Ihr seid der Zement, der alles zusammenhält“

Bischof Zsifkovics zeigte sich in seiner Ansprache tief beeindruckt vom freiwilligen Einsatz der Jugendlichen. „In den letzten Jahren wurden beim Projekt ‚72 Stunden ohne Kompromiss‘ über drei Millionen Stunden an Freiwilligenarbeit in unzähligen Projekten geleistet. Ich glaube, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen“, betonte er.

Mit einem Vergleich machte er deutlich, welche Bedeutung er dem Engagement junger Menschen beimisst: „Ich würde sogar behaupten, ihr seid beim Hausbau der Zement, die Liebe, die das alles zusammenhält und auf die diese Kirche und diese Gesellschaft heute baut.“ Für ihre „Martinstaten“, wie er sie nannte, sprach er den Jugendlichen seinen Dank aus.

400 Jugendliche starten „72 Stunden ohne Kompromiss“

© Diözese Eisenstadt

Auch Caritas-Direktorin Melanie Balaskovics hob die Wirkung des Einsatzes hervor: „Mit ihrem solidarischen Einsatz verändern Jugendliche ihr Umfeld und machen die Welt ein Stückchen besser, indem sie sich für andere Menschen einsetzen – sei es bei einem Einsatz für ältere und pflegebedürftige Menschen in Altenwohn- und Pflegeeinrichtungen oder beim Sammeln von Sachspenden für Kinder, denen es nicht so gut geht.“

Verantwortung und Gemeinschaft

Die Projekte, die im Rahmen der Aktion umgesetzt werden, reichen von der Gestaltung öffentlicher Begegnungsräume über die Unterstützung sozialer Einrichtungen bis hin zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiativen. Landesrätin Winkler betonte die gesellschaftliche Bedeutung solcher Aktionen: „Unsere Jugendlichen übernehmen Verantwortung und gestalten aktiv die Zukunft mit. Es ist wichtig, dass wir ihnen die Bühne geben, die sie verdienen, denn sie sind die Gestalterinnen und Gestalter von morgen.“

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400 Jugendliche starten „72 Stunden ohne Kompromiss“
Rafael Haigermoser (Ehrenamtlicher Vorsitzender der KJÖ), Alexandra Laminger (Direktorin Pannoneum Neusiedl am See), Melanie Balaskovics (Direktorin Caritas Burgenland), Bischof Ägidius Zsifkovics, Agnes Ottrubay (Pink Ribbon), Landesrätin Daniela Winkler, Isabell Lichtenberger (Stadträtin Neusiedl am See).

© Diözese Eisenstadt

400 Jugendliche starten „72 Stunden ohne Kompromiss“
vlnr: Rafael Haigermoser (Ehrenamtlicher Vorsitzender der KJÖ), Alexandra Laminger (Dir. Pannoneum Neusiedl am See), Melanie Balaskovics (Dir. Caritas Burgenland), Landesrätin Daniela Winkler, Bischof Ägidius Zsifkovics

© Novak, Christoph Novakchristoph@werbec

Auch Rafael Haigermoser von der Katholischen Jugend Österreich bewunderte das Engagement: „Immer wieder beeindruckt es mich aufs Neue, wie viel Jugendliche in wenigen Tagen als Gruppe schaffen können, wenn man gemeinsam anpackt.“

Mit dem Startfest im Pannoneum fiel somit der Auftakt für vier Tage voller Einsatz, Kreativität und Gemeinschaftssinn. Die Aktion läuft noch bis 25. Oktober.