Bad Sauerbrunn und Eisenstadt: Halbfinale, Abstieg und Aufstieg

Tennis Bundesliga

Die Tennis-Bundesliga 2026 in der Allgemeinen Klasse ist für Burgenlands Vertreter höchst unterschiedlich ausgefallen. Bad Sauerbrunns Herren freuen sich über den historischen Halbfinaleinzug. Eisenstadts Herren müssen nach dem Wiederaufstieg wieder runter in die 2. Bundesliga. Die Eisenstädter Frauen verpassten zwar den Meistertitel, haben aber den Aufstieg in die 1. Bundesliga in der Tasche.

Von Von BVZ Redaktion

Eisenstadts Bundesliga-Frauen sind im kommenden Jahr in der 1. Bundesliga vertreten.

Eisenstadts Bundesliga-Frauen sind im kommenden Jahr in der 1. Bundesliga vertreten.

© zVg

Weil Einserspielerin Leonie Rabl aufgrund beginnender Bauchmuskelprobleme kurzfristig absagen musste, traten die Eisenstädter Frauen ersatzgeschwächt bei den Bludenzerinnen an. Letztlich war das Duell um den Meistertitel in der 2. Bundesliga deutlich, 6:1 siegte das Team aus Vorarlberg. Wichtiger aber ist, dass die im Vorjahr noch Landesliga A spielenden Burgenländerinnen den direkten Durchmarsch in die 1. Bundesliga geschafft haben. „Dass wir nicht Meister geworden sind, ist nicht tragisch. Der Aufstieg ist eine super Möglichkeit für unsere jungen Spielerinnen, sich weiter zu entwickeln“, so Mannschaftsführerin Kristin Haider-Maurer.

Die für die neue Saison ankündigt, dass man sich auf der Einserposition um Routine und Verlässlichkeit kümmern werde. „Wahrscheinlich wird es eine Legionärin aus dem Umfeld sein, die für die Spiele zusagt und wir somit ganz vorne nichts verschieben müssen.“ Zukunftsmusik, das Team werde jedenfalls personell zusammenbleiben.

Direktes Duell gegen Hard verloren

Die Herren des ASKÖ TC Burgenland Energie Eisenstadt wiederum müssen, sofern nicht ein Team zurückzieht, den bitteren Gang in die 2. Bundesliga antreten. Das direkte Duell daheim gegen den TC Hard ging mit 3:6 verloren, weshalb die Aufsteiger nun am vorletzten Platz des Play-offs stehen, der ist gleichbedeutend mit einem Abstiegsplatz. Dabei sah es nach drei Doppelspielen und zwei Krimis im Match-Tiebreak zugunsten der Eisenstädter nicht schlecht aus (2:1), letztlich waren die Gäste (mit Jungstar Joel Schwärzler) aber zu stark. Mannschaftsführer Michi Reithner: „Es ist doppelt bitter, weil nur Kleinigkeiten gefehlt haben. Mit etwas Glück würe der Halbfiunaleinzug möglich gewesen, nun geht es in die andere Richtung. Letztlich machte sich der Kreuzbandriss von David Pichler auch bemerkbar. Er hat uns schon gefehlt.“

Trotz Halbfinal-Pleite eine historische Saison

Die Erfolgsgeschichte des UTC Bad Sauerbrunn fand erst im Halbfinale der Bundesliga ihr Ende. Beim großen Titelkandidaten Mauthausen mussten sich die Kurort-Cracks mit 1:5 geschlagen geben. Bereits die drei Doppel gingen verloren, ehe die Oberösterreicher auch in den Einzeln ihre Klasse unter Beweis stellten. Nach drei gespielten Einzelpartien stand es bereits 5:1, die restlichen drei Begegnungen wurden nicht mehr ausgetragen - das lag auch an der enormen Hitze.

Auch wenn das Halbfinale deutlich verloren ging, schmälert das den Erfolg der Burgenländer keineswegs. Mit dem erstmaligen Einzug unter die besten vier Mannschaften Österreichs spielte der UTC Bad Sauerbrunn die beste Saison der Vereinsgeschichte.

Dass die Aufgabe in Mauthausen eine besonders schwierige werden würde, war den Verantwortlichen bewusst. Der UTC setzte dennoch bewusst auf seine jungen Eigenbauspieler - so wie die gesamte Saison über. Die burgenländischen Tennishoffnungen Alex Gschiel, Constantin Neubauer, Thilo Behrmann und ihre Teamkollegen sammelten wertvolle Erfahrung auf höchstem rot-weiß-rotem Liga-Niveau.

Obmann-Stellvertreter Patrick Dobesch zog ein rundum positives Saisonfazit: „Es war eine herausragende Saison und ein wunderbarer dritter Platz. Die Burschen haben sich das Halbfinale absolut verdient.“ Nun richtet sich der Fokus bereits auf die kommende Spielzeit. Das große Ziel lautet, den erfolgreichen Kader zusammenzuhalten. „Ob das funktioniert, wissen wir noch nicht. Wir werden uns zusammensetzen und alles besprechen. Gelingt uns das, ist auch in der nächsten Saison wieder sehr viel möglich“, blickt Dobesch optimistisch voraus.