Allegria Ladies Golf Open in Stegersbach: Es ist alles angerichtet

Turnierstart am 21. Mai

Kommende Woche steht die Allegria Golfschaukel Stegersbach im Fokus der LET Access Series. Die dritte Profi-Ebene der Frauen macht im Südburgenland Station, seitens der Veranstalter ist alles bereit für das Turnier, das ab Mittwoch (21. Mai) über die Bühne geht.

Von Von Bernhard Fenz

Der Südburgeland-Kurs des Allegria Resorts in Stegersbach präsentiert sich von seiner besten Seite.

Der Südburgeland-Kurs des Allegria Resorts in Stegersbach präsentiert sich von seiner besten Seite.

© Jenni Koller, Reiters Reserve

126 Profispielerinnen sind aktuell gemeldet, rund 30 befinden sich auf der Warteliste. Sie alle wollen beim „Allegria Stegersbach Ladies Open“ möglichst gut abschneiden. Es ist das erste Profi-Event der Frauen in Österreich seit 13 Jahren. 50.000 Euro Gesamtpreisgeld gibt es, vor allem aber ist es für die jungen Profispielerinnen eine sportlich gute Gelegenheit am möglichen Weg nach oben. Am Sonntag wird angereist, am Montag ist Training in Form einer Proberunde angesagt. Dienstag folgt nach einem Training ab Mittag das Pro/Am-Turnier, am Mittwoch startet dann das eigentliche Turnier. Nach dem zweiten Tag, am Donnerstag, wird sich jenes Feld am Schlusstag die Platzierungen ausmachen, das den Cut geschafft hat.

Allegria Ladies Golf Open in Stegersbach: Es ist alles angerichtet

© zVg/Holpfer

Eine von ihnen ist die Olbendorferin Isabella Holpfer. Für die 24-Jährige, die in den USA studiert und auch gespielt hat, gilt es nun, sich im professionellen Golf zu etablieren. Bei den bisherigen Turnieren in Frankreich, Marokko und Portugal verpasste sie den besagten Cut, nun erfolgt auf durchaus vertrautem Gelände der nächste Anlauf für die Punkte- und Preisgeldränge. „Ich habe erst am Sonntag 18 Löcher gespielt. Der Platz ist in einem sehr guten Zustand, ich freue mich schon sehr, auch wenn ich gleichzeitig etwas nervös bin“, meldet Holpfer im Vorfeld. Kein Wunder, schließlich ist beim Heimturnier die Erwartungshaltung besonders groß. Inwiefern die Südburgenländerin Heimvorteil genießt, wird sich zeigen. „Bei dem einen oder anderen Loch braucht es blinde Schläge, da kenne ich natürlich die Linien schon besser.“

Vater Günter Holpfer wird der „Starter“ für die Teilnehmerinnen sein, von denen er demnach auch seine Tochter als Spielerin offiziell begrüßen wird, wie das eben ein „Starter“ bei den Turnieren macht. Und nicht nur der Papa wird vor Ort in offizieller Funktion mitfiebern, auch Trainer Max Baltl wird die Jung-Profispielerin proaktiv begleiten. Der Coach wird beim „Allegria Stegersbach Ladies Open“ Holpfers Caddie sein. „Das wird eine gute Erfahrung für mich, er konnte mich im letzten Jahr noch bei keinem Turnier begleiten.“

Was die Zielsetzung betrifft, will Isabella Holpfer nach drei verpassten Cuts nun erstmals auch am Finaltag dabei sein. „Bei einer guten Leistung ist das in jedem Fall möglich.“ Gespielt wird dabei auf dem Südburgenland-Kurs der Allegria Golfschaukel Stegersbach – einem Par 69-Platz, der sich allerdings im Vergleich zu „ganz normalen“ Zeiten aktuell in einem durchaus attraktiv-veränderten Zustand präsentiert. Wenn man so will, erfuhr der Kurs einen „Geschwindigkeits-Boost“. Astrid Wilfing, Bereichsleiterin Golf im Allegria Resort, sagt: „Wir mussten den Mähplan verändern und die Grüns auch wesentlich tiefer mähen, um damit eine vertraglich festgelegte Gschwindigkeit zu erreichen.“

Südburgenland-Kurs 2.0: Putten wie auf Glas

Das ist gelungen. Der Kurs, der für den offenen Betrieb läuft und noch nicht gesperrt ist, erfreut sich aktuell auch deshalb großer Beliebtheit, weil die Grüns für Hobbyspieler eine ganz spezielle Herausforderung darstellen. „Für Otto Normalverbraucher ist das so, wie wenn man auf Glas puttet. So schnelle Grüns finden die Spieler sonst nicht vor.“ Auf Profi-Ebene ist das natürlich anders, demnach sind die Spielerinnen diesen Umstand auch gewohnt.

Geschont werden allerdings bereits die „Herren-Abschläge“, die kommende Woche eben von den Turnier-Frauen benutzt werden. Einzig auf Loch 7 und 17 ist es umgekehrt, wie Wilfing verrät. Angerichtet ist jedenfalls alles, um ein professionelles Event zu bieten. „Wir haben im Vorfeld alles für bestmögliche Bedingungen getan – und wir sind bereit.“

Es sei eine gute Mischung aus Vorfreude und Nervosität bei Astrid Wilfing. Ersteres, weil alle Vorarbeiten soweit erledigt sind, Zweiteres, weil der LET Access Series-Tross inklusive der internationalen Turnierleitung erst am Wochenende eintrifft. Wenn, dann sollte es aber nur positive Überraschungen geben. „Wir hatten im vergangenen Sommer bereits ein Treffen vor Ort, da war das Gras nicht in so perfektem Zustand und die Verantwortlichen haben sich bereits sehr zufrieden gezeigt.“ Auch deshalb stimmen die Vorzeichen – in jeder Hinsicht.

Und Marcel Pomper, General Manager des Allegria Resorts, ergänzt: „Wir wollten dieses Turnier haben und haben auch alles dafür getan, damit die Bedingungen perfekt sind. Jetzt können wir die größte Golfanlage Österreichs dementsprechend nach außen präsentieren, freuen uns schon sehr darauf und haben auch Interesse daran, in der Folge weitere Turniere auszutragen. So gesehen ist das für uns auch eine wichtige Marketingaktion.“

Zeitplan

Sonntag: Anreise

Montag: Proberunde

Dienstag: Proberunde (9-Loch); ab 12 Uhr: Pro/Am-Event

Mittwoch: 1. Runde Allegria Ladies Golf Open

Donnerstag: 2. Runde/Cut

Freitag: Finalrunde