Apetlon: Gemeindeamt erhält Arztordination

Umbau

Im Apetloner Gemeindeamt wird künftig einiges geändert: die Amtsgeschäfte werden in den ersten Stock verlagert, um im Erdgeschoss eine neue Arztordination einzurichten.

Von Klaus Zwinger

Im Erdgeschoss wird künftig eine Arztordination zu finden sein, das Gemeindeamt wird in den ersten Stock verlagert.

Im Erdgeschoss wird künftig eine Arztordination zu finden sein, das Gemeindeamt wird in den ersten Stock verlagert.

© Klaus Zwinger

Bürgermeisterin Silvia Pitzl (SPÖ) ist zwischen zwei Terminen, als sie die BVZ in den Räumlichkeiten des Apetloner Gemeindeamts empfängt, die bald zu einer Arztpraxis umgebaut werden sollen.

„So bald wie möglich“ sollen die Amtsgeschäfte der Gemeinde vom Erdgeschoss des Gemeindeamts in den ersten Stock verlegt werden, um weitere Planungsarbeiten zu ermöglichen. Im per Lift barrierefrei zugänglichen ersten Stock finden derzeit Gemeinderatssitzungen und Trauungen statt, darüber hinaus ist das Stockwerk mit rund 200 Quadratmetern Fläche jedoch weitestgehend ungenutzt.

Dass Pitzl gern Tempo in das Unterfangen bringt, ist nur verständlich: Derzeit ordiniert die Gemeindeärztin Frau Dr. Carmen Putz im Pfarrzentrum – ein Ort, der ursprünglich als Zwischenlösung während der Coronapandemie gedacht war. Zusätzlich läuft der Vertrag von Dr. Putz Ende 2026 aus. Pitzl bleibt die Frage: „Wie sollen wir eine Arztstelle bewerben, wenn wir keine fertige Ordination haben?“

Öffentlicher Schlagabtausch vor einstimmigem Beschluss

Dem nunmehrigen einstimmigen Beschluss im Gemeinderat ist im Herbst ein öffentlicher, über Flugblätter ausgetragener Schlagabtausch zwischen SPÖ und ÖVP vorausgegangen. Eine überparteiliche Arbeitsgruppe mit Vertretern aller Parteien im Gemeinderat kam im Vorjahr zu dem Schluss, dass die Einrichtung der Ordination im Erdgeschoss des Gemeindeamts mit Umsiedlung des Parteienverkehrs in den ersten Stock die beste Lösung wäre.

Wider Erwarten enthielt sich die ÖVP, welche die Mehrheit im Gemeinderat darstellt, bei der folgenden Abstimmung jedoch und verlangte die Prüfung eines Neubaus oder eines möglichen Umbaus des ehemaligen Spar-Gebäudes im Ort. Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung im Mai erfolgte nun schließlich der einstimmige Beschluss für die Verlegung der Amtsgeschäfte in den ersten Stock und den Umbau des Erdgeschosses zu einer Arztpraxis.

Förderung des Landes mit 200.000 Euro

Finanziert wird der Umbau laut Bürgermeisterin Pitzl unter anderem durch eine zweckgebundene Förderung des Landes Burgenland in der Höhe von 200.000 Euro.