Drei Abende lang stand der Festsaal der Volksschule Parndorf ganz im Zeichen der traditionellen Tamburizzamusik. Der Tamburizza-Verein „Ivan Vukovič – Parndorf“ lud von Freitag bis Sonntag zum Großen Tamburizza Herbstkonzert und durfte sich über einen großen Besucherandrang freuen.
Islandpferde als Hotelgäste: „Isi Talk – Easy Walk“ in St. Martins
Ungewöhnliche Gäste
Zwei Reiterinnen machten auf ihrer „Isi Talk – Easy Walk“-Tour Station in der St. Martins Therme & Lodge in Frauenkirchen. Mit ihren Islandpferden Olga und Gimir reisten sie als erste Gäste hoch zu Ross an. Die Begegnung verbindet Gesundheitstourismus, Landwirtschaft und Tiertherapie auf besondere Weise.
Erste Gäste hoch zu Ross in der St. Martins Therme & Lodge angekommen: Doris Gilli, Geschäftsführer Günther Mayerl, Green Care Entwicklungs- und Beratungs-GmbH, Resident Managerin Elke Schmelzer, St. Martins Therme & Lodge und Romana Gilli.
© St. Martins Therme & Lodge
Ein ungewöhnlicher Empfang
Am 12. November kamen Doris und Romana Gilli in der St. Martins Therme & Lodge an. Nicht zu Fuß, nicht mit dem Auto – sondern auf Islandpferden. Olga und Gimir fanden direkt unter den Zimmern der Reiterinnen in einem mobilen Stall Platz. „Natürlich haben wir auch für die ganz besonderen vierbeinigen Gäste eine Unterkunft“, erklärt Elke Schmelzer, Resident Managerin und Biologin der Therme. „Damit schaffen wir für unsere Gäste und ihre Tiere einen besonderen Luxusaufenthalt.“
Die Therme in Frauenkirchen war damit Ausgangspunkt der diesjährigen „Isi Talk – Easy Walk“-Tour. Diese führt zu mehreren Green Care-Betrieben im Burgenland und in Niederösterreich. Green Care bezeichnet landwirtschaftliche Betriebe, die Natur und Tiere gezielt für pädagogische, therapeutische oder soziale Angebote nutzen.
Tiere als Brücke zwischen Mensch und Natur
Die Reiterinnen trafen auf ein Konzept, das Naturvermittlung lebendig macht. Elke Schmelzer leitet die tiergestützten Angebote am Gut St. Martins. Gemeinsam mit Schafen, Ziegen, Barockeseln und Hühnern erfahren Gäste jeden Alters, wie Tiere körperliches und seelisches Wohlbefinden fördern können. „Unsere Tiere helfen Menschen, ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden zu stärken“, sagt Schmelzer. „Stressabbau, Entspannung und das Erleben von Beziehung sind zentrale Aspekte.“
Die Therme wurde 2019 als erster Betrieb im Burgenland Green Care-zertifiziert und kürzlich rezertifiziert. „Gerade in diesem Jahr haben wir unsere Green Care-Rezertifizierung erhalten, die unser Engagement bestätigt“, betont General Manager Martin Adelwöhrer. Die tiergestützten Angebote fügen sich nahtlos in das gesundheitsfördernde Gesamtkonzept des Hauses ein.
Eine Reise durch die soziale Landwirtschaft
Doch die Tour ist mehr als eine Wanderung auf Pferden. Doris und Romana Gilli, beide Psychotherapeutinnen, besuchen die Betriebe als fachlichen Austausch. Begleitet werden sie von Günther Mayerl, Geschäftsführer der Green Care Entwicklungs- und Beratungs-GmbH. „Die besuchten Green Care-Betriebe gelten als Pioniere – sie machen sichtbar, was diese Form des Arbeitens leisten kann, wenn Mensch und Tier in einer vertrauensvollen Beziehung zusammenwirken“, sagt Mayerl.
Nach dem Aufenthalt in Frauenkirchen führt die Reise weiter zum Esperanzahof in Oberndorf an der Melk, zum Antlashof in Hofstetten-Grünau und zum Bauer-Liebl-Hof im Tullnerfeld. Jeder Hof repräsentiert eine andere Facette der sozialen Landwirtschaft. Gemeinsam zeigen sie, wie vielfältig Green Care in Österreich umgesetzt wird – und dass Erholung, Achtsamkeit und Naturerleben eng miteinander verbunden sind.