„Cup of Kü": Ins Finale als Tabellenführer

Uniqa ÖFB Cup

LASK-Trainer Didi Kühbauer kann am Freitag im Cupfinale den Titel verteidigen, den er im Vorjahr mit dem WAC holte.

Von Von Günther Pavlovics

Didi Kühbauer, weiß, wie Cup geht. Im Vorjahr jubelte er als WAC-Coach mit dem österreichischen Fußballpokal.

Didi Kühbauer, weiß, wie Cup geht. Im Vorjahr jubelte er als WAC-Coach mit dem österreichischen Fußballpokal.

© GEPA pictures/ Matthias Trinkl, GEPA pictures/ Matthias Trinkl

„Ein Titel sollte es schon werden", sagt Didi Kühbauer vor dem Endspiel des UNIQA-ÖFB-Cups im Kärntner Wörthersee-Stadion. Am Freitag spielt der LASK gegen Altach ab 16 Uhr (live auf ORF eins). Der Burgenländer kann aber nicht nur den Cup-Titel holen, sondern auch die Meisterschaft und somit das Double. Immerhin geht er mit den Linzern als Tabellenführer ins Finale des Titelkampfs in der Meisterschaft ins Cup-Endspiel. Die Linzer liegen vor dem punktegleichen Meister Sturm Graz an der Spitze. Am Sonntag fertigte der LASK Hartberg mit 5:1 ab und bekam Schützenhilfe von der Austria, die 1:1 gegen Sturm spielte, und von Rapid, das Salzburg mit 1:0 besiegte. Der LASK hat zwar das schlechtere Torverhältnis, wird aber vor Sturm gereiht, weil man bei der Punkteteilung „benachteiligt“ wurde. Sturm hatte 38 Punkte, startete mit 19 in die Meisterrunde, der LASK hatte 37 Punkte und bekam nur 18 Punkte. Daher werden die Linzer bei Punktegleichstand vorgereiht.

„Endspiele“ erst gegen Altach, dann gegen Rapid

„Das war wichtig, dass wir den Dreier eingefahren haben. Jetzt kommt das Cupfinale, dann Rapid, das sind jetzt alles Endspiele“, sagte Kühbauer nach dem Kantersieg in Hartberg. Salzburg liegt in der Tabelle zwei Punkte zurück, Rapid drei. Das Duell mit seinem Ex-Verein findet wegen des Endspiels in Klagenfurt erst am Montag in Linz statt. In den letzten beiden Runden empfängt der LASK erst Salzburg und tritt dann in Wien bei der Austria an. Die Linzer haben es somit in der eigenen Hand, den Titel zu holen. Auch Salzburg kann noch ohne Schützenhilfe Meister werden, muss dafür aber bei den Linzern gewinnen. Sturm und Rapid sind auf Ausrutscher der Gegner angewiesen, um doch noch am 17. Mai feiern zu dürfen.

Seit drei Jahren keine Niederlage im Cup

Auch im Vorjahr stand Didi Kühbauer im Endspiel des Cups und war danach bis zur letzten Runde im Rennen um die Meisterschaft - damals mit dem WAC. „Hätten wir das Double geholt, wäre es der Wahnsinn gewesen. Aber das ist Geschichte. Ich lebe im Hier und Jetzt", sagt der Erfolgstrainer. Kühbauer, der Anfang April 55 Jahre alt wurde, ist zum Spezialisten im Cup geworden. Vor drei Jahren hat er zuletzt ein Spiel in diesem Bewerb verloren, das war im Semifinale 2023 gegen Sturm Graz, damals auf der Trainerbank des LASK. Auf die er im Herbst 2025 zurückgekehrt ist. Mittlerweile ist er seit elf Spielen im Cup ungeschlagen. 2024/25 hat er sechs Spiele gewonnen und somit auch das Finale. Im Herbst saß er noch bei zwei Cupsiegen auf der Bank der Kärntner. Mit den Linzern hat er danach Stripfing, Blau-Weiß Linz und Ried aus dem Bewerb geworfen, um am Freitag Altach daran zu hindern, erstmals einen Titel in der Klubgeschichte zu feiern.

Der LASK holte vor 61 Jahren die letzten Titel

Denn für Historisches ist momentan Kühbauer zuständig. Der Mattersburger, der in Wulkaprodersdorf lebt, schrieb schon für den WAC Geschichte. Der 1:0-Sieg im Vorjahr gegen Hartberg bedeutete den ersten Titel in der Geschichte des Kärntner Klubs. Der LASK hat schon einmal den Cup gewonnen, das ist allerdings schon 61 Jahre her. 1965 setzte man sich gegen Wr. Neustadt durch. 1965 holte der „Linzer Athletik-Sport-Klub" auch die Meisterschaft (als erster Klub außerhalb von Wien). Es sind die bis dato einzigen beiden Titel. Für den Linzer Traditionsverein ist es das siebente Cupfinale der Klubgeschichte, zuletzt gab es im Jahr 2021 eine klare Niederlage gegen die Salzburger.

„Titel sind für mich nicht wichtig, die werden bei mir nicht auf dem Grabstein stehen", sagt Kühbauer. Er hat aber in seiner Trainerkarriere miterlebt, wie wichtig Titel für das Umfeld sind und wie die Funktionäre Arbeit nach Ergebnissen bewerten. 2023 schied er mit dem LASK erst im Cup-Semifinale aus und wurde in der Meisterschaft hinter Salzburg und Sturm Dritter. Zu wenig für die Linzer, die ihn im nächsten Jahr freistellten. Im Sommer 2024 holte ihn der WAC, auch das war damals ein Wiedersehen, weil er dort schon von 2013 bis 2015 Trainer war und den Klub damals erstmals in den Europacup geführt hatte. 2018 bis 2021 war Kühbauer dann Trainer bei Rapid, beim Klub, mit dem er als Spieler vor 30 Jahren im Europacup-Endspiel gestanden war. Es war das Finale im damaligen Cupsiegerbewerb, weil Kühbauer und Rapid 1995 den österreichischen Cup gewonnen hatten. „Als ich bei Rapid war, war Salzburg outstanding", sagt Kühbauer.

Zwei Mal Platz zwei waren für seinen Herzensklub zu wenig. Und so wäre die Enttäuschung in Linz wohl groß, wenn die Saison ohne Titel enden würde, weil sie mit der Ankunft von Kühbauer eine einzige Bergfahrt war. Kühbauer: „Als ich gekommen bin, war unser Ziel, in die Meistergruppe zu kommen. Und das war ein riesiges Ziel. Ich will nicht wissen, was passiert, wenn wir beide Titelchancen vergeben. Aber ich denke positiv." Kühbauer ist Anfang Oktober zum LASK gekommen, als die Linzer Elfter und damit Vorletzter waren.

Das Restprogramm der Bundesliga

Sonntag, 3. Mai, 14.30 Uhr: Austria Wien – Hartberg; 17 Uhr: Salzburg – Sturm Graz.

Montag, 4. Mai, 20.30 Uhr: LASK – Rapid Wien.

Sonntag, 10. Mai, 17 Uhr:LASK – Salzburg, Rapid Wien – Austria Wien, Hartberg – Sturm Graz.

Sonntag, 17. Mai, 17 Uhr:Sturm Graz – Rapid Wien, Salzburg – Hartberg, Austria Wien – LASK.

Tabelle der Meistergruppe

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