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55. Rabnitztaler Malerwochen: Kunst trieb vielfältige Blüten
Vernissage
Die Werke der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind noch bis 10. August in Unterrabnitz zu sehen. Schon bei der Ausstellungseröffnung bevölkerten hunderte Kunstbegeisterte die Ateliers und den Garten des Turmhauses.
Constanze Pirch, Gretchen Batcheller, Valeria Bertesina, Daniel Bucur, Harro Pirch, Gerhard Altmann, Fred Mooij, Eva Pirch, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Florian Lang (hinten), Manfred Leirer, Mieke Verhaar und Myoung-Bok Lee bei der Vernissage.
© Michaela Grabner
„Zicke zacke zicke zacke hoi hoi hoi“ - jubelte die Mannschaft der Rabnitztaler Malerwochen für ihren jahrzehntelangen künstlerischen Kapitän Harro Pirch und seine Gattin Eva. Es war ein Gänsehautmoment, wie man ihn aus Filmen kennt.
Nachdem die Malerwochen zum unglaublichen 55. Mal stattfanden, wollten sich die Künstlerinnen und Künstler heuer in besonderer Weise bei ihren Gastgebern bedanken und überreichten ihnen eine große Holzkiste mit Kunstwerken sowie ein selbst gestaltetes Buch mit Texten, Fotos und persönlichen Steckbriefen, eine „Hommage“ an Harro und Eva. Manfred Leirer, der als zehnjähriger Junge den Künstlern und Künstlerinnen bei den Rabnitztaler Malerwochen in seinem Heimatort über die Schultern schaute und später selbst zum Stammteilnehmer wurde, meinte zu Pirch: „Du bist ein väterlicher Freund, ein Mentor, ein unermüdlicher und unerschütterlicher, einer, den man einfach gern haben muss.“
Von Anfang Juli an arbeiteten Künstlerinnen und Künstler aus drei Kontinenten in Unterrabnitz, zuvor war Harro Pirch gemeinsam mit Gerhard Altmann und Florian Lang auch auf Burgaz. Die Ergebnisse können bis 10. August im Turmhaus bestaunt werden. Ein Schwerpunkt liegt heuer auf floralen Darstellungen von den leuchtendem Blumen des Malerwochen-Neuzugangs Valeria Bertesina aus Italien über die „abgepauste Natur“ von Constanze Pirch, die das neue Blumenbeet ihres Vaters auf die Leinwand bannte, sowie Blumen und Pflanzen, die Florian Lang in Istanbul gemalt hat, bis zu Mieke Verhaars künstlerisches Herbarium an der Wand, in das diese echte Pflanzen integriert hat.
Gretchen Batcheller aus den USA zeigt Werke in der Sprache des Comics, Lokalmatador Manfred Leier ein ländliches Potpourri vom Hendl bis zum Eierschwammerl, Holzbildhauer Daniel Bucur Skulpturen, die man zum Schwingen bringen kann, und Myong Lee Bok Bilder, in denen Meereswellen wogen, Berge leuchten und Blumen blühen. „In seiner Bescheidenheit, seiner Ruhe und seiner Gelassenheit liegt die Stärke seiner Bilder“, so Pirch über den Künstler aus Südkorea, der schon zu den künstlerischen „Stammgästen“ der Malerwochen gehört. Pirch selbst hat sich einem Projekt unter dem Motto „Ich habe Burgaz bei Nacht erlebt“ gewidmet und die besondere Atmosphäre dieses Anblicks, den er unzählige Male genossen hat, eingefangen.
Das gemeinsame kreative Schaffen wurde in Wort und Bild begleitet, ergänzt und abgerundet von Autor Gerhard Altmann bzw. Fotograf Fred Mooij.
Nachdem der Hausherr Landeshauptmann Hans Peter Doskozil begrüßt und ihm für die langjährige Unterstützung gedankt hatte, meinte er: „Der Hauptsponsor, bei dem ich mich als zweites bedanke, ist meine Frau Eva. Jedes Mal, wenn ich etwas vergesse, hat sie es nicht vergessen. Die dritten Sponsoren sind meine Kollegen, die haben mir so viel gegeben an Erfahrung, Anschauung und Sichtweisen.“