Im Burgenland wird noch intensiver für Kinder und Enkel vorgesorgt, als in anderen Bundesländern. Die Sparstudie der Erste Bank zeigt aber auch, dass gerne konservativ veranlagt wird. Dabei können schon kleine Beträge auf lange Sicht große Summen bringen - und das wird durch das „Zukunftsdepot“ des Bundes jetzt besonders interessant.
FPÖ-Finale in Burgmauern: Hofer will mitregieren
Wahlkampf-Abschluss
Beim Wahlkampf-Abschluss auf Burg Lockenhaus legte sich FPÖ-Spitzenkandidat Norbert Hofer einmal mehr fest: Sollten das Wahlergebnis und die darauffolgenden Verhandlungen dies ergeben, wolle er auch Landeshauptmann werden. Unterstützung gab's beim Finish auf der Burg unter anderem von Salzburgs Landeshauptmann-Stellvertreterin Marlene Svazek.
FPÖ-Spitzenkandidat Norbert Hofer beim Abschluss-Event im Rittersaal der Burg Lockenhaus.
© Michaela Grabner
Die Mauern im oberen Burghof der Ritterburg Lockenhaus erstrahlten Donnerstag Abend in blauem Licht, hatte doch die FPÖ Burgenland zu ihrem Wahlkampf-Finale ins Mittelburgenland geladen. Salzburgs Landeshauptmann-Stellvertreterin Marlene Svazek, die ebenso wie Nationalrätin Dagmar Belakowitsch gekommen war, um der Landes-FPÖ den Rücken zu stärken, zog eine Analogie von den Burgmauern zur Wahl am Sonntag. Die Mauern, die zu erklimmen seien, die seien hoch angesichts der Absoluten Doskozils, aber sie zeige sich zuversichtlich, dass dies mit Norbert Hofer zu schaffen sei.
Den blauen Spitzenkandidaten bezeichnete Svazek auch als „Tempomacher und Brückenbauer“ und als einen, den „nicht die Funktion“ trage, sondern der als Mensch dastehe und wirke. „Wenn alles gut geht, wird er der nächste Landeshauptmann des Burgenlandes“, meinte FPÖ-Landesobmann Alexander Petschnig, der vom 19. Jänner als Tag einer „Schicksalswahl“ sprach.
Hofer selbst wandte sich in einer sehr persönlichen Rede an die Runde, die sich im Rittersaal versammelt hatte. Er erzählte, wie er als Kind bei Diskussionen seines Großvaters, seines Vaters und Onkels mit der Politik in Berührung gekommen ist, und wie er mit Gabriel Wagner und Wolfgang Rauter – die beide anwesend waren – seinen ersten Wahlkampf für eine Wirtschaftskammer-Wahl geführt hatte. „Was ist die Aufgabe der Politik? Man muss nicht überall reinregieren, sondern die Menschen begleiten während ihrer ganzen Lebensspanne, damit sie ein gutes Leben habe“, so Hofer.
Er sprach unter anderem von Sicherheit für Kinder und davon, dass in vielen Schulen die Mehrheit dem Unterricht aufgrund der Sprache nicht folgen könne. Man müsse „das Problem an der Wurzel packen und weg von einer unvernünftigen zu einer vernünftigen Zuwanderungspoltitik“. „Es ist wie Salz in der Suppe, ein gewisses Maß ist bereichernd für ein Land. Aber wir haben die Suppe ordentlich versalzen, diese Suppe wird nicht auszulöffeln sein“, wurde Hofer deutlich.
Und: Er werde dieser Tage oft gefragt, wie die Wahl ausgehen wird, und ob die FPÖ mit der ÖVP zusammengehen werde. „Das ist nicht das Wichtigste. Die entscheidende Frage ist nicht: Was will ich werden, sondern was will ich tun?“, betonte Hofer. „Wir wollen die Schuldenpolitik beenden und den Kaufrausch beenden. Ich will auch den totalen Einfluss der Politik auf alle Bereiche des Burgenlands nicht haben.“
Hofer hat außerdem die Vision eines Burgenland-Konvents mit Beamten, Wirtschaft, Vertretern der Kammern, Wissenschaft, alle, die sich „gemeinsam eine langfristige Strategie fürs Burgenland überlegen“. Abschließend schwor der Spitzenkandidat noch alle darauf ein, die letzten paar Tage noch zu nutzen, es gehe um jede Stimme. „Ich hoffe, dass die Ergebnisse so sein werden, dass wir in der Lage sind, das Burgenland zu verändern“, so Hofer abschließend.