Während das neue Gesetz zu Integrations-Pflichten vorbereitet wird, zeigen die Zahlen: Burgenland hat im Österreich-Vergleich den geringsten Zuzug: Der Anteil von Menschen mit ausländischem Geburtsort, wie es statistisch heißt, liegt bei 13,9 Prozent.
So geht die KPÖ in die Nationalratswahl: Burgenland-Schwerpunkte
Wahlkampf
Am Freitag stellten der KPÖ-Spitzenkandidat Tobias Schweiger, die Landeslisten-Erste Miriam Herlicska und der Zweitplatzierte Arnold Paukowitsch ihre Schwerpunkte für den Nationalratswahlkampf im Burgenland vor. Dabei handelt es sich um zentrale Themenstellungen wie die Teuerung, leistbares Wohnen, Probleme im Pflege- und Gesundheitssystem, die zentrale Frage von Krieg und Frieden sowie die globale Frage der Klimakrise.
KPÖ-Trio für die Nationalratswahl (v.l.): Bundes-Spitzenkandidat Tobias Schweiger, Burgenland-Spitzenkandidatin Miriam Herlicska und Wahlkreis-Nord-Kandidat Arnold Paukowitsch.
© Anika Kröpfl
Tobias Schweiger meint, dass „die KPÖ Expertinnen und Experten des Alltags ins Parlament bringen möchte. Mit den zweitmeisten Kandidatinnen und Kandidaten aller Parteien sind sie fest in der Gesellschaft verankert”. Im Nationalrat möchte die KPÖ eine starke Stimme für leistbares Wohnen sein. Sowohl die Teuerung als auch hohe Wohnkosten sind das Problem, das viele Menschen beschäftige. „Die Teuerung ist ein sehr drastisches Problem, den Armut ist tödlich“, so Schweiger.
Die Spitzenkandidatin aus dem Burgenland, Miriam Herlicska, kennt die Gegebenheiten aus dem täglichen Leben. Beim Aufwachsen war Mobilität definitiv ein Kernthema. „Der Fokus lag auf dem ersten eigenen Moped und den ersten eigenen Pkw. In die Schule komme ich gerade noch mit den Öffis, wenn ich den Bus verpasst habe, habe ich leider Pech gehabt“, so Herlicska.
Dabei kritisiert sie auch den Rückbau der Schiene und das es einen bundesweiten Standard brauche, wie Ortschaften am Zugverkehr angeschlossen werden. Für das tägliche Leben müsse auch ein Ausbau der Radwege vorangetrieben werden.
© Anika Kröpfl
Arnold Paukowitsch, aufgewachsen in Eisenstadt, bestärkte die Forderung nach leistbarem Wohnraum und der Dramatik der Teuerung im Burgenland: "Es wird viel über die Boutiquen in der Hauptstraße gesprochen und zu wenig darüber, dass sich viele Menschen dort nichts mehr leisten können". Dennoch verkaufte die Gemeinde Eisenstadt im Jahr 2021 ihre einzigen Gemeindewohnungen.