Dritter Trinkwasserbrunnen am Neudörfler Hotter in Planung

Wasserleitungsverband

Die sogenannte Mitterndorfer Senke, die im Raum Neudörfl und Neufeld über die Leitha ins Burgenland ragt, beherbergt den größten Grundwassersee im Mittleren und Nördlichen Burgenland. Ein Großteil der Trinkwasserversorgung für diese Region wird von hier aus gespeist. Im Neudörfler Gemeinderat wurde nun der Verkauf eines Grundstücks beschlossen, auf dem ein dritter Brunnen in der Gemeinde errichtet werden soll.

Von Christian Artner

Am Brunnenfeld soll ein dritter Brunnen in Neudörfl, errichtet vom Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland, entstehen. Dafür wurde ein Grundstück (rote Markierung) von der Gemeinde gekauft.

Am Brunnenfeld soll ein dritter Brunnen in Neudörfl, errichtet vom Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland, entstehen. Dafür wurde ein Grundstück (rote Markierung) von der Gemeinde gekauft.

© google earth

Nach Kriegsende 1945 war die Situation der Wasserversorgung in den burgenländischen Gemeinden äußerst prekär. Nur etwas mehr als sechs Prozent aller Haushalte waren an eine öffentliche Wasserversorgung angeschlossen. Es überwog die Versorgung aus Hausbrunnen. Ein erster Brunnen mit einer Ergiebigkeit von 200 l/sec wurde schon bald auf Neudörfl Boden, am sogenannten Brunnenfeld, errichtet. 1973 erfolgte die Inbetriebnahme des Brunnens Neudörfl II.

Grundstück wurde für 14.805 Euro an den Wasserleitungsverband verkauft

Etwas mehr als 50 Jahre später soll nun ein dritter Brunnen errichtet werden. Dafür ist der Verkauf eines Grundstücks notwendig geworden. „Der Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland ist vor Kurzem an uns herangetreten, mit dem Wunsch, ein Grundstück 'Am Brunnenfeld' zu kaufen“, berichtete Finanzreferent und Vizebürgermeister Michael Sgarz (SPÖ) bei der vergangenen Gemeinderatssitzung.

2015 habe die Gemeinde das Grundstück mit der Nr. 575 und 2.115 Quadratmeter Größe für 3.324 Euro bei einem Quadratmeterpreis von 1,57 Euro erworben. Der Verkaufspreis an den Wasserleitungsverband beträgt nunmehr 14.805 Euro (7 Euro pro Quadratmeter). Der Verkauf wurde im Gemeinderat einstimmig beschlossen. Die ersten Probebohrungen wurden vom Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland initiiert.

Aus deren Presseabteilung heißt es, dass der zuständige Technische Betriebsleiter in den kommenden Wochen mehr Details zum Projekt bekannt geben könne.