Am heißesten war's in Eisenstadt, am „kühlsten“ in Bernstein

Wetter-Extreme

Das Wochenende hatte es in sich - die Hitzewarnung gilt zumindest noch bis Dienstag! Wir haben die Daten der GeoSphere Austria zu den einzelnen Mess-Stationen: Eisenstadt war mit 38,2 Grad der heißeste Ort des Landes, in Bernstein hatte es „nur“ 32,9 Grad.

Von Wolfgang Millendorfer

Am heißesten war's in Eisenstadt, am „kühlsten“ in Bernstein

© Shutterstock, Soho A Studio

Hitze-Rekorde wurden in den vergangenen Tagen gleich reihenweise gebrochen, im Burgenland war laut Messdaten die Landeshauptstadt bei den Österreich-Rekorden dabei: 38,2 Grad Celsius - das spürte man! Aber auch in allen anderen Regionen des Landes war's überdurchschnittlich heiß.

Eisenstadt: 38,2°
Podersdorf: 37,9°
Andau: 37,8°
Mattersburg: 37,7°
Lutzmannsburg: 37,3°
Hornstein: 37,3°
Neusiedl am See:36,8°
Bruckneudorf: 36,7°
Güssing: 36,3°
Rechnitz: 36,1°
Kleinzicken: 36,1°
Neudorf bei Landsee: 35,1°
Bad Tatzmannsdorf:34,7°
Kroisegg:34,6°
Wörterberg: 33,8°
Bernstein:32,9°

Erst am Mittwoch soll sich die Temperatur entsprechend der Jahreszeit einpendeln, morgen, Dienstag bleiben die Hitze-Warnungen aufrecht, vor allem im Nordburgenland, wo die Hitze-Ampel weiterhin auf Rot steht.

Die Langzeit-Messungen der GeoSphere Austria zeigen auch, dass die Hitzewellen generell länger werden. In Eisenstadt etwa hat sich die Dauer einer solchen Welle in den vergangenen Jahrzehnten von durchschnittlich sieben Tagen (zwischen 1961 und 1990) zunächst auf zwölf Tage (1991 bis 2020) und dann auf 18,5 Tage verlängert!

Schon jetzt hört man, dass der Juli die nächsten Rekorde zu Fall bringen wird. Wir fragten dazu bei der GeoSphere Austria nach. Dort sagt der wissenschaftliche Generaldirektor Andreas Schaffhauser klar: „Solche Hitzewellen werden zukünftig heißer, häufiger, dauern länger und treten deutlich früher im Jahr auf.“

Die Kombination aus Intensität, Dauer und Häufigkeit der Hitze habe vor allem „enorme Auswirkungen auf die Gesundheit und Produktivität unserer Gesellschaft“, warnt Schaffhauser: „Österreich und weite Teile Europas sind absolute Klimawandel-Hotspots, die aktuelle Situation macht deutlich, wie dringend wir hier gegensteuern und in Klimaschutz und Klima-Anpassungsmaßnahmen investieren müssen.“