7 Fragen, 7 Antworten: Ewald Tatar hat als Veranstalter noch lange nicht genug. Als DJ geht er jetzt wieder auf Zeitreise - und mit uns schaut er in den Rückspiegel.
Jetzt gilt's wirklich: Rauf aufs Rad!
Mit Tipps vom Profi
Die burgenländische Radsaison ist eröffnet, jetzt spielt auch das Wetter mit ... es ist Zeit, das Fahrrad aus dem Keller zu holen: Das Burgenland radelt, der Umstieg vom Auto aufs Rad zahlt sich zudem finanziell spürbar aus. Hier gibt's auch praktische Tipps von Profi Michael Knopf!
Das Burgenland hat die Radsaison gestartet, und mit zahlreichen Aktionen ist die ganze Familie dabei.
© shutterstock/goodluz
Die größte Energiekrise seit Jahrzehnten ist eines der besten Argumente für den noch dazu klimafreundlichen Umstieg aufs Fahrrad. Dieses lässt sich nicht nur als Freizeitsportgerät, sondern auch als Alltagsfortbewegungsmittel nützen, zumal 50 Prozent der Wege der Burgenländer kürzer als fünf Kilometer sind.
Diese Kurzstrecken können leicht mit dem Fahrrad bewältigt werden. Der Startschuss für den offiziellen Auftakt zur Radfahrsaison fiel bereits im März mit dem Anradeln, und das Programm von Burgenland Tourismus, Land und Mobilitätszentrale geht weiter: am Freitag, dem 10. April, mit den Bike-Buddies in Podersdorf.
Das zentrale Event „8 Gemeinden – 8 Genussorte“ findet am 11. und 12. April in Mörbisch, Rust, Oggau, Oslip, St. Margarethen, Trausdorf, Siegendorf und Klingenbach statt. Am Samstag, dem 18. April, steht das Losradeln mit Rad und Draisine in Lackenbach am Programm.
Wer sich aufs Fahrrad schwingt, leistet einen Beitrag zu einem großen Ziel: Bis 2030 soll laut dem Masterplan Radfahren die Zahl der mit dem Rad zurückgelegten Wege verdoppelt werden. Laut einer Mobilitätserhebung waren es 2013/2014 täglich 43.350 Wege, die im Burgenland mit dem Fahrrad zurückgelegt wurden. 2030 sollten es also 86.700 Wege sein.
Die landesweit verteilten Radzählstellen liefern bereits fleißig Zahlen: Im Vorjahr wruden über 360.000 Radfahrende erfasst. E-Bikes haben einen wesentlichen Einfluss auf die Freude am Radfahren, „da sie es auch älteren oder weniger trainierten Personen ermöglichen, längere und anspruchsvollere Strecken problemlos zu bewältigen“, wie Christine Zopf-Renner, Leiterin der Mobilitätszentrale Burgenland, erklärt.
„Dadurch steigt insgesamt die Nutzung des Fahrrads deutlich, was sich auch im landesweit hohen Anteil an E-Bikes widerspiegelt“, berichtet die Mobilitäts-Expertin. Durch den Einsatz von E-Bikes im Alltag verlängere sich zudem die Strecke, die problemlos mit dem Rad zur Arbeit zurückgelegt werden kann.
17 Kilometer Radwege wurden im Vorjahr ausgebaut oder saniert, heuer sollen weitere Projekte folgen. Geplant ist laut Verkehrslandesrat Heinrich Dorner die Fertigstellung des Radweges von Wiesenzum Bahnhof, der Bau eines Abschnitts von Marzin Richtung Sieggraben, die Fortsetzung des Ausbaus der Strecke Neutal - Kaisersdorf - Draßmarkt und der Baubeginn für weitere Radverbindungen in Königsdorf, Oberschützen, Rechnitzund Kohfidisch.
Seit 20. März kann man bei der Aktion „Burgenland radelt“ wieder Kilometer sammeln. Wer mindestens 100 Kilometer radelt, kann an einer Verlosung teilnehmen. „Seit dem Beginn dieser Aktion 2019 haben sich die Teilnehmerzahlen kontinuierlich erhöht“, freut sich Peter Wallaszkovits von der Mobilitätszentrale. Waren es zu Beginn 100 Teilnehmende, so wurden im Vorjahr 3.200 gezählt. Für Schulen findet noch bis 6. Juni die Aktion „Burgenland radelt zur Schule“ statt. Auch hier gibt es Preise zu gewinnen.
Neu sind drei Radkino-Veranstaltungen im Rahmen der „Radfreude Kinotour“, bei der der Strom für den Beamer und die Leinwand über Muskelkraft bereitgestellt wird. Da heißt es dann: Fleißig in die Pedale treten - bis zum Abspann.
Nach wie vor läuft die Aktion „Transportradverleih“. Vier Lastenräder stehen in der Mobilitätszentrale zum Ausleihen bereit, eines davon steht dauerhaft in Mattersburgund kann mit einer „smarten Verleihbox“ rund um die Uhr ausgeborgt werden.
In fünf Gemeinden radeln Kinder in „Bicibus“-Gruppen zur Schule. Breitenbrunn, Neusiedl am See,Rudersdorf, Eisenstadtund Siegendorfsind „Bicibus“-Gemeinden, organisiert wird diese klimafreundliche Anfahrt zur Schule teilweise von der Radlobby Burgenland.
Mit dem Team der Radlobby werde, heißt es aus der Mobilitätszentrale, ein regelmäßiger Austausch gepflegt, auch der Verkehrslandesrat sei eingebunden. „Bei Meetings werden Schwachstellen und geeignete Maßnahmen besprochen“, berichtet Christine Zopf-Renner.
Tipp: Auf der Website burgenland.radelt.at sieht man, wieviele Teilnehmende bereits wie viele Kilometer geradelt sind. Und auch die CO2-Ersparnis lässt sich ablesen.
Als Radprofi holte Michael Knopf Staatsmeistertitel, jetzt berät er Kunden in seiner Radwelt Knopf in Mattersburg. Für alle, die hungrig aufs Radeln sind, hat er folgende Tipps:
Fit fürs Radfahren:„Allgemeine Kräftigungsübungen wie Sit-Ups, Rückenheben, Liegestütz oder Kniebeugen kräftigen Bein- und Rumpfmuskulatur.“
Trainingsfrequenz:„Je nach Leistungsniveau können zwei bis drei Ausfahrten pro Woche zu Leistungszuwächsen führen. Wichtig ist die Regelmäßigkeit.“
Ausstattung: „Unverzichtbar sind ein gut sitzender Helm und funktionelle Radbekleidung. Eine Grundausstattung für Pannen mit Ersatzschlauch, Minipumpe und Multitool kann ich ebenso empfehlen.“
Aktuelle Trends:„Kleinere, leichtere und leisere Antriebssysteme sorgen dafür, dass E-Bikes kaum mehr schwerer sind als normale Fahrräder. Seit zwei Jahren sieht man immer wieder Gravelbikes, eine Mischung aus Mountainbike und Rennrad.“
Sportgerechte Ernährung:„Für Hobbyfahrer ist es ratsam, vor einer Tour und auch während dem Sport kleine Portionen leicht verdauliche Kohlehydrate (Haferkekse, Banane, Haferflocken ...) zu sich zu nehmen. Nach der Tour empfiehlt sich ein Mix aus Kohlehydraten und Eiweiß zur Regeneration.“
Erholung: „Neben Training und richtiger Ausstattung sind Regeneration, Schlaf & Kontinuität entscheidend. Wer dem Körper Zeit zur Anpassung gibt, bleibt langfristig leistungsfähig.“
Geheimtipp:„Ich achte darauf, Trainingsutensilien bereitzuhalten. Wenn ich nach dem Ar-beitstag meine Sachen zusammensuchen muss, ist die Motivation weg, bevor es losgehen kann. Wenn ich mich zu einer Einheit entschließe, kann ich in wenigen Minuten starten.“