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Unglückstag oder Mythos: Das steckt hinter Freitag, dem 13.
Pech vorprogrammiert?!
Paraskavedekatriaphobie - so nennt man die Angst vor Freitag, dem 13. Diese kann dazu führen, dass Menschen an diesem Tag aus Furcht jegliche Termine absagen und zu Hause bleiben. Ein Aberglaube, der schon seit Jahrhunderten besteht und Menschen bis heute beeinflusst. Die BVZ erklärt, was hinter diesem angeblichen Pech- und Unglückstag steckt.
Im Dezember fällt der 13. auf einen Freitag. Einige Menschen verbinden auch heute noch den Tag mit Pech und Unglück.
© Weingartner, Weingartner-Foto
Im Extremfall könnte Freitag, der 13., dazu führen, dass Menschen das Bett nicht verlassen, Termine, Reisen oder soziale Aktivitäten absagen und sich isolieren. Es gibt tatsächlich Menschen, die eine irrationale Angst vor diesem Tag haben und unter der Paraskavedekatriaphobie leiden. Obwohl man dem durch Therapie entgegenwirken kann, sind an diesem Tag bis zu fünfmal mehr Arbeitnehmer krankgeschrieben. Der Aberglaube begleitet viele Menschen im Alltag, und der Tag wird oft als Unglücks- und Pechtag beschrieben.
Ursprünge in Bibel und Mythologie
Der Aberglaube um den Freitag den 13. hat tiefe Wurzeln. In der Bibel wird Jesus an einem Freitag gekreuzigt. Auch die nordische Mythologie verbindet die Zahl 13 mit Unglück. Populärkultur und historische Ereignisse haben den Mythos weiter gefestigt.
Der Mythus wurde auch in Büchern und in bekannten Filmen wieder aufgenommen. EIn Beispiel wäre der Roman von Thomas William Lawson aus dem Jahr 1907 mit dem Titel „Friday, the Thirteenth“ oder die Horrorfilmreihe, die auf den Slasher-Film Freitag der 13. von Sean S. Cunningham aus dem Jahr 1980 zurückgeht. Auch der "Schwarze Freitag" 1929, der US-amerikanische Börsenkrach, verstärkte die negative Assoziation.
Statistische Realität vs. Wahrnehmung
Obwohl es keine statistischen Belege für vermehrtes Unglück an Freitagen, die auf den 13. fallen, gibt, werden tragische Ereignisse an solchen Tagen besonders wahrgenommen. Der Terroranschlag in Paris 2015, das Schiffsunglück der "Costa Concordia" 2012 und die Verkündung des ersten Corona-Lockdowns in Österreich am 13. März 2020 sind Beispiele dafür. Interessanterweise zeigen manche Statistiken sogar eine leichte Abnahme von Unfällen an diesen Tagen. Experten vermuten, dass abergläubische Menschen an Freitagen, die auf den 13. fallen, besonders vorsichtig sind.
Zwei „Unglückstage“ in 2024
Im Jahr 2024 gibt es zwei Freitage, die auf den 13. fallen. Normalerweise treten ein bis zwei solcher Tage pro Jahr auf, maximal können es drei sein. Zuletzt war dies 2015 der Fall, und es wird sich 2026 wiederholen.
Ob Unglückstag oder nicht – der Freitag der 13. bleibt ein faszinierendes Phänomen, das die Menschen weiterhin beschäftigen wird. Wichtig ist, rational damit umzugehen und sich nicht von unbegründeten Ängsten einschränken zu lassen.