Die Leiden des jungen Security-Debütanten am Frequency

Festival in St. Pölten

Stell dir vor, du hast deine Security-Premiere just bei einem Festival, das seit Jahren von den Fans gestürmt wird. Und dann deinen ersten Tag noch dazu, wenn ein Weltstar wie Ed Sheeran der Headliner ist. Da kann man schon etwas erleben. Und muss für die Sicherheit kämpfen …

Von Von Gerhard Weber

"Ich will da rauf & unbedingt", aber auch "Magie" hilft nicht.

"Ich will da rauf & unbedingt", aber auch "Magie" hilft nicht.

© Gerhard Weber

„Gemma Ed Sheeran schau’n“ – so das Motto am ersten Frequency-Tag 2024. An die 45.000 Fans wollten den Superstar am Mittwoch sehen. Am liebsten natürlich nicht „ zu ebener Erd“, sondern vom „ersten Stock“ aus. Was ja am Festival-Gelände auch möglich ist, wenn man nicht zu den VIPs gehört. Da gibt’s zum Beispiel das Riesenrad, von dem aus man einen wirklich guten Überblick hat. Allerdings – da muss man zahlen. Guter Rat ist aber nicht teuer. Denn ganz vorne bei der Bühne gibt’s auch eine Tribüne … mit bestem Blick auf alles, was da so abgeht. Vor allem aber natürlich auf Ed Sheeran. Allein, die war gestern schon drei Stunden vor dem großen Augenblick heillos überfüllt. Und der Security – wie schon erwähnt, ein „Debütant“ – ebenso überfordert. Denn er musste den Ansturm stoppen, den Zugang sperren. Und das war alles andere als einfach.

Kreative Gründe, warum man da hochmuss, ausprobiert

„Meine kleinen Kinder stehen da oben, ich war nur auf dem WC“, bekam er nicht nur einmal zu hören. Betrunkene Freunde, die kurz vor dem Kollaps stünden, dürften die halbe Tribüne befüllt haben. Auch verlorene Geldbörsen – obwohl das Frequency ja „cashless“ lebt – waren scheinbar viele zu finden. Der ein oder andere wollte unbedingt zu seinem Rollstuhlfreund, der übrigens völlig zu Recht auf diesem privilegierten Platz das Konzert genoss. Handy-Videos für diverse Fernsehstationen scheinen auch einige in Auftrag gegeben worden zu sein …

Nicht einmal Magie half ...

Unserem Security wurden die Ausreden nur so um die Ohren geschleudert. Doch der blieb hart, ließ keinen durch. So manches Schimpfwort drang auch an sein Ohr. Es ließ ihn kalt. Er machte seinen Job. Bestens. Mit Bravour. Rauf kam man nur, wenn wieder einige das Plateau verließen. Und das waren wenige. „Sicherheit geht vor“ – so die Devise des Security-Mannes, der selbst bei Promis keine Gnade kannte. Und siehe da, Thommy Ten & Amelie van Tass schafften es auch nicht, sich hinauf zu „zaubern“. Wenn es um die Sicherheit der Besucher geht, dann stößt man auch mit Magie an die Grenzen. Und das ist gut so!