Im Leinner-Haus in Eisenstadt, wo vor einem Jahrhundert das burgenländische Landesmuseum gegründet wurde, eröffnete eine prominente Runde die Jubiläums-Schau, die sich im Österreichischen Jüdischen Museum fortsetzt. Gegenüber des jetzigen Museums-Standortes, der gerade umfassend saniert wird ...
Große Gefühle, große Bühne: „Tosca“ begeisterte das Premierenpublikum
Oper im Steinbruch
Im Steinbruch St. Margarethen ist alles groß dimensioniert, und gerade deshalb setzen Regisseur Thaddeus Strassberger und das Team auf starke Momente. Puccinis „Tosca“ mit Joyce El-Khoury in der Titelpartie begeisterte bei der Premiere.
© Ossi Halwax
Mit einem Knall geht es los im halb zerstörten Rom des Jahres 1799, ein Kanonenschuss zeigt uns das dramatische Ende der napolenonischen Kriege, das Bühneblid - ebenfalls von Thaddeus Strassberger - spiegelt die triste Lage der Stadt wieder. Der Effekt und die Schauwerte bleiben dabei aber nicht auf der Strecke, im Gegenteil: Dass auch Platz für Kammerspiel ist, begeisterte ebenso.
Das Drama um die Sängerin Floria Tosca, ihren Geliebten Mario Cavaradossi und den skrupellosen Polizeichef Scarpia ist hart und realistisch, die Oper ist groß und intensiv. 2015 inszenierte Robert Dornhelm die „Tosca“ mit einer überdimensionalen Engelsfigur. Strassberger zeigt Trümmer und Kirchenwelten. Strassbergers Hauptfigur Tosca ist mit Joyce El-Khoury top besetzt, 2023 hatte sie im Steinbruch die Carmen gegeben. Tenor Yongzhao Yu gab bei der Premiere sein Österreich-Debüt in der Rolle des Cavaradossi, Bariton Gevorg Hakobyan gab den Erzbösewicht Scarpia.
Gespielt wird im Steinbruch St. Margarethen bis 22. August, Infos und Karten auf operimsteinbruch.at