Enercon baut Mitarbeiter ab. Carsten Dirks, Geschäftsführer von Enercon bestätigt gegenüber der BVZ, dass im Burgenland rund 80 Mitarbeiter beim AMS angemeldet wurden.

Von Nina Sorger. Update am 19. September 2017 (14:16)
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Symbolbild
Werner Müllner

Obendrein sind rund 120 Leiharbeiter von den Einsparungen betroffen. Insgesamt verlieren 200 Menschen ihre Arbeit.

Der Grund dafür ist, dass die Auftragslage rückgängig ist. Diese wiederum kam dadurch zustande, dass die Förderung für die Errichtung von Windkraftanlagen stagnieren.

Der Geschäftsbereich „Service“ von Enercon wird wie gehabt weitergeführt. 

Betriebsrat verhandelt Sozialplan für Stammbelegschaft

„Es ist bedauerlich, dass so viele Menschen ihre Arbeit verlieren. Für die Stammbelegschaft konnte der Betriebsrat einen Sozialplan ausverhandeln, der die schwierige Situation der Beschäftigten ein bisschen abfedern soll“, erklärt ÖGB-Landesvorsitzende Erich Mauersics. „Wir hätten uns gefreut, wenn die Firmenleitung von Enercon über den Sozialplan hinaus Verantwortung gezeigt hätte. Hätte sie einer Arbeitsstiftung zugestimmt, gäbe es für die Betroffenen die Möglichkeit zur Neuorientierung bzw. zu Weiterbildungen was für viele einen beruflichen Neuanfang bedeutet hätte.“

Dieser Sozialplan gilt nur für die 60 Arbeiter und 20 Angestellten, jedoch nicht für die 120 Leiharbeiter.

Erich Mauersics
Gewerkschaftsbund – Landesorganisation Burgenland