Floristen über Valentinstag: „Müssen ja nicht immer rote Rosen sein“

Erstellt am 13. Februar 2022 | 04:25
Lesezeit: 3 Min
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Zarte Farbtöne. Irene Reinprecht präsentiert in ihrem Geschäft in Siegendorf einen Blumenstrauß-Traum in Pastell.
Foto: Foto Gollubics; LK; Facebook
Die „Königin der Blumen“ und der Valentinstag gehören für viele Liebenden einfach zusammen, – die BVZ hat sich bei Floristen im Bezirk Eisenstadt umgehört, was denn 2022 tatsächlich angesagt ist.
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Er gilt Jahr für Jahr als der Tag der Liebe und Wertschätzung schlechthin: der Valentinstag am 14. Februar. „Sag‘s durch die Blume“ ist dabei nach wie vor für viele die beliebteste Form, um ihre Zuneigung zum Ausdruck zu bringen.

Dabei muss es freilich nicht immer der Klassiker rote Rosen sein, wie die BVZ auf Nachfrage in der Gärtnerei Mozelt, einem Familienbetrieb aus Leithaprodersdorf, erfuhr: „Gerade jetzt, wo alle sehnsüchtig auf den Frühling warten, eignen sich gemischte Sträuße mit Tulpen, Narzissen, Ranunkeln und anderen Frühlingsboten besonders gut als Geschenk zum Valentinstag.“ Die Tulpen und Narzissen beispielsweise baut die Gärtnerei regional in ihren eigenen Glashäusern an; sie werden also nicht über den Großmarkt gekauft, wohin sie vorher aus Holland eingeflogen werden müssten.

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Trends gehen auch von Japanisch bis Skandinavisch, so Vize-Innungsmeisterin Michaela Grandits.
Foto: BVZ

Der Trend 2022 gehe eindeutig in Richtung helle und zarte Farben, betont auch Irene Reinprecht, Inhaberin eines Blumenladens in Siegendorf: „Vor allem Pastelltöne sind ,in‘. Am gefragtesten sind nach wie vor sicherlich Schnittblumen, aber zum Beispiel auch Frühlingsarrangements im Korb gehen gut.“ Ein Problem für einen kleinen Laden wie den ihren seien derzeit immer wieder Lieferengpässe: „Auch Deko-Artikeln zu bekommen ist oft recht schwierig.“ Das Geschäft hat Reinprecht vor einem Jahr mitten im Lockdown übernommen: „Die Zeiten sind wirklich nicht leicht. Wir hoffen durch das Wegfallen der 2-G-Pflicht im Handel mit 12. Februar natürlich auch auf zusätzliche Kundschaft, in erster Linie einmal rund um den Valentinstag.“

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LK-Präsident Nikolaus Berlakovich ruft dazu auf, Blumen aus regionaler Produktion zu kaufen.
Foto: LK

Bisher gut durch die Pandemie gekommen ist eigenen Angaben zufolge die anfangs erwähnte Gärtnerei Mozelt: „Wir haben bemerkt, dass mehr und mehr Leute auf ihren Terrassen Gemüse, Obst und Kräuter züchten wollen. Die Verkaufszahlen der Zimmerpflanzen und Schnittblumen sind aber relativ gleich geblieben.“ Die Gärtnerei in Leithaprodersdorf konnte auch in den Lockdowns geöffnet bleiben, da sie ein landwirtschaftlicher Betrieb ist. Den Verkauf in ihrem Blumengeschäft in Niederösterreich musste die Familie allerdings auf Click&Collect umstellen, was aber „auch gut funktioniert hat“.

Besonders schöner Wirtschaftsfaktor

„Wer regional kauft, sichert Arbeitsplätze und die regionale Wertschöpfung“, appellierte auch Landwirtschaftskammer-Präsident Nikolaus Berlakovich am vergangenen Dienstag bei einer Pressekonferenz an die burgenländischen Rosenkavaliere, ihre Blumen aus regionaler Produktion zu kaufen. Im Burgenland gibt es rund 40 Gartenbaubetriebe, davon bauen 15 vorwiegend Blumen und Zierpflanzen an. Der Großteil verkauft seine Produkte direkt im Betrieb, fünf Gärtnereien beliefern auch den Großhandel.

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