Rust: „Ortsbildschutz“ wichtig für alle Parteien

Gemeinderat

Menschen und Gebäude in der Ruster Altstadt sollen geschützt werden, „Rathauskeller“ teilweise saniert werden.

Von Sigrid Furtner-Janisch

Antrag. Das FZR machte "Bebauungsrichtlinien Altstadt" zum Thema im Gemeinderat.

Antrag. Das FZR machte "Bebauungsrichtlinien Altstadt" zum Thema im Gemeinderat.

© Furtner-Janisch

„Die Altstadt von Rust ist ein zentraler Bestandteil des historischen Ortsbildes und der Gemeinde“, damit begründete Mario Horvath vom Forum Zukunft Rust (FZR) vor kurzem einen Antrag im Gemeinderat. Sie fordern eine Erstellung von Bebauungsrichtlinien ungeregelte Grundstücke in der Altstadt“, da es hier einige gibt, die „nicht durch das Bundesdenkmalamt oder andere Bestimmungen geregelt sind“, wie Mario Horvath (FZR) erklärt.

Es ginge darum, das historische Ortsbild und die Anrainer zu schützen, also um die „Einheitlichkeit des Ortsbildes und Rechtssicherheit“, stellt er weiter fest. Hintergrund sind Gerüchte über Bauvorhaben im Zentrum, die das Ortsbild beeinträchtigen könnten.

Bürgermeister Gerold Stagl (SPÖ) würde hier gern einen anderen Weg gehen und „es uns ersparen, wenn es anders geht“, da hier auch Kosten für die Gemeinde zukommen könnten. Daher habe er bereits eine Stellungnahme von UNESCO-Weltkulturerbe eingeholt.

Darin wird festgehalten, dass das Baugesetz aus dem Jahr 1997 anzuwenden ist. „Die Gemeinde darf für Projekte, die diesem nicht entsprechen, keine Baugenehmigung erteilen“, stellt er fest.

Weiters gäbe es nach Ostern Gespräche mit dem Baudenkmalamt darüber, ob und wie ein Ortsbildschutz eingerichtet werden könne. FPÖ-Gemeinderat Christian Ries brachte daraufhin den Antrag ein, die Klärung an den Rechtsausschuss zu übergeben. Dieser wurde einstimmig angenommen.

Auch der ehemalige „Rathauskeller“, jetzt „Rathaus Lounge“, ein Gastronomiebetrieb im Zentrum von Rust, war Thema im Gemeinderat. Das Konzept zeigt sich erfolgreich und soll nun fortgesetzt werden. So wurde beschlossen, mit den bisherigen Pächtern einen Mietvertrag für die kommenden zehn Jahre abzuschließen.

Dies betrifft die ebenerdigen Räumlichkeiten und den Gastgartens. Die Gemeinde hat auch vor, in die Sanierung des Gebäudes zu investieren. „Der Strom muss neu gemacht werden. Hier liegen die Kosten geschätzt bei rund 12.000 Euro“, erklärt Bürgermeister Gerold Stagl (SPÖ) auf Nachfrage in der Gemeinderatssitzung. Auch in den Gastgarten sollen rund 8.000 Euro investiert werden.