Donnerskirchner Imker über die Honigbiene und die Hitze

Natur vor der Haustür

Der Bio-Imker Adi Hütter aus Donnerskirchen gibt Wissen rund um das Leben der Honigbiene in einem neuen Online-Journal weiter. Der BVZ verriet er, wie die fleißigen Tiere mit Trockenheit und Hitze umgehen und gab Tipps, wie man ihnen helfen kann.

Von Sigrid Furtner-Janisch

Engagiert. Der Donnerskirchner Bio-Imker Adolf Hütter holte sich mit seiner ersten Honigernte eine Goldmedaille bei der Honigprämierung in Wieselburg. Nun erweitert er sein Angebot und gibt Wissenswertes rund um die Honigbiene und ihr besonderes Produkt in einem Online-Journal weiter.

Engagiert. Der Donnerskirchner Bio-Imker Adolf Hütter holte sich mit seiner ersten Honigernte eine Goldmedaille bei der Honigprämierung in Wieselburg. Nun erweitert er sein Angebot und gibt Wissenswertes rund um die Honigbiene und ihr besonderes Produkt in einem Online-Journal weiter.

© Janisch

Imker haben zu ihren Bienen ein besonderes Verhältnis. Sie achten auf das Wohlbefinden der Tiere und haben einen genauen Einblick in ihr Verhalten, etwa bei unüblichen Wetterbedingungen, wie der langen Trockenheit und Hitze in diesem Sommer.

Einen Einblick gibt der Donnerskirchner Bio-Imker Adi Hütter, bekannt auch als „The Beekeeper“. Für ihn ist Honig ist nicht nur ein süßes Produkt. Im „flüssigen Gold“ steckt viel Mühe und Arbeit der Bienen. Die Wertschätzung dafür gibt er nun in seinem Journal „Field Notes“ auf seiner Homepage weiter, indem er sich bemüht, so viel Informationen wie möglich über Honig und die Lebensweise der Honigbiene weiterzugeben.

In seiner Familie ist diese Wertschätzung für den Honig – für den er bereits ausgezeichnet wurde - und die Arbeit der kleinen Insekten bereits angekommen. So ziert eine Zeichnung seines Neffen eine eigene Sonderausgabe von Honiggläsern. Das Bild zeigt die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Biene. Die Sonderedition trägt den Namen „The Little Beekeeper“.

Es sei ein gutes Honigjahr gewesen, wie auch ein Sprecher des Imkerverband Burgenland Bezirk Eisenstadt auf Nachfrage bestätigt. „Die Bienen haben in dieser Phase sehr gut gearbeitet“, freut sich auch Hütter in einem Gespräch mit der BVZ. Der trockene Sommer habe aber dazu geführt, dass die Bienen früher als sonst in den Spätsommer- und Wintermodus übergegangen seien.

„Das ist grundsätzlich ein natürlicher Teil der Vorbereitung auf die kühlere Jahreszeit, heuer wirkt es aber zeitiger und ausgeprägter als sonst“, erzählt Hütter von seinen Beobachtungen. Aufgrund der langen Trockenheit hat weniger geblüht und es gab weniger Nektar und Pollen.

Auch das vermehrte Auftreten von „Bienenbärten“, also Bienenansammlungen am Eingang zum Bienenstock, sei früher also sonst. „Das ist ein Kühlverhalten. Die Brut braucht im Stock eine sehr konstante Temperatur. Wird es zu warm, verlassen Bienen teilweise den Innenraum, fächeln Luft durch den Stock und tragen Wasser ein. Durch Verdunstung entsteht Kühlung. Heuer war dieses Verhalten deutlich zu beobachten“, erklärt Hütter. Aufgefallen sei auch, dass die Tiere das bis spät in der Nacht getan haben.

In seiner Funktion als Imker bittet er für seine kleinen „Mitarbeiter“ auch um Hilfe – mit kleinen Aktionen, die jeder umsetzen kann. So hätte man auch einen doppelten Nutzen, etwa, wenn man Wiesen nicht zu oft mäht, da diese nicht „so schnell austrocknen und Blüten länger stehen“ würden.

Zusätzlich freuen sich nicht nur die Honigbienen, sondern auch andere Insekten über „wilde Ecken“ in Gärten oder Gemeindeflächen, mit „heimischen Wildpflanzen, Kräutern, Sträuchern und späteren Blühpflanzen. In trockenen Wochen zählt jede kleine Fläche, die noch Nahrung und Feuchtigkeit bietet“, so Hütter. Genauso können Steine, Moos oder Holzstücke in Wasserstellen als sichere Landeflächen den Tieren helfen.

All dies kommt im Endeffekt jedem zu Gute, auch dem Menschen - das „süße Gold“ ist schließlich nicht nur etwas für Schleckermäuler, sondern - bei richtigem Umgang - nachweislich auch sehr gesund.