Suche nach „Natur-Juwelen“ in Zagersdorf

Erstellt am 18. Februar 2022 | 05:12
Lesezeit: 2 Min
Die älteste Weinbaugemeinde des Landes, Zagersdorf, unterzieht sich einem Check in Bezug auf Naturschätze „vor der Haustüre“.
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Es war ein ganz besonderer Schatz, den Historiker Mitte der 1980er-Jahre mit den ältesten Rebkernen (aus 700 v.Chr.) in Zagersdorf fanden. Doch welche Naturschätze gibt es im Bereich der Gemeinde vielleicht heute sonst noch?

Dieser Frage wird nun im Rahmen des landesweiten Bewusstseinsbildungs-Projekts „Buntes Burgenland – Naturjuwele schützen“ nachgegangen. Zagersdorf ist seit Kurzem „jüngster“ von aktuell neun Teilnehmern. Die finanziellen Mittel kommen von Land und EU, die fachliche Betreuung von „naturschutzakademie.at“.

Er habe sich aktiv um eine Teilnahme seiner Gemeinde bemüht, schildert Bürgermeister Ivan Grujic (SPÖ) der BVZ: „Es handelt sich einfach um ein wichtiges Zukunftsthema.“ Die Erwartungen seien durchaus recht hoch, so Projektleiterin Julia Kelemen-Finan: „Wir rechnen damit, viele besondere Tier- und Pflanzenarten zu finden: In Weingraben fanden wir etwa die größte Libelle Europas.“

Ab Mai werden Experten die Lebensräume im Gemeindegebiet erkunden und regelmäßig darüber berichten; für 9. Juli ist dann eine Naturjuwele-Wanderung für Interessierte geplant. Zum Abschluss erhält jeder Haushalt einen bunten Gemeindefolder mit den Highlights.

Man wolle nicht nur Kostbarkeiten vor der Haustüre aufzeigen, sondern auch vermitteln, „dass man gegen den viel zitierten Naturverlust und das Insektensterben etwas tun kann“, so Kelemen-Finan.

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