Rattenplage in St. Margarethen: Jetzt geht's den Nagern an den Kragen

Schädlingsbekämpfung

Schon seit einigen Wochen laufen in St. Margarethen Maßnahmen zur Bekämpfung des vermehrten Rattenbefalls im Ort.

Von Peter Wagentristl

Süß, aber schädlich: Ratten bereiten in St. Margarethen einige Probleme.

Süß, aber schädlich: Ratten bereiten in St. Margarethen einige Probleme.

© Reg Mckenna

Nachdem es vermehrt zu Meldungen von Ratten im Ortsgebiet kam, hat der Gemeinderat den Nagern den Kampf angesagt. Seit einigen Wochen ist daher ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen im Einsatz, das die Rattenpopulation überwacht und bekämpft.

Dabei sei man besonders bemüht, die Risiken für Mensch und Tier zu minimieren, heißt es von der Gemeinde. Man habe diverse Maßnahmen getroffen, damit die gelegten Giftköder nur Ratten und Mäusen den Garaus machen und es zu keiner Streuung oder gar Kollateralschäden kommt.

Die Schädlingsbekämpfer sollen so lange im Einsatz bleiben, werden bis der Befall drastisch gesenkt wurde. Die Kosten für den Einsatz übernimmt die Gemeinde.

Gemeinde bittet um Mithilfe der Bevölkerung

Auch die St. Margarethener können und sollen einen Beitrag zur Rattenbekämpfung leisten. Hierzu gehören einfache Tipps wie die korrekte Entsorgung von Lebensmitteln und die Sauberkeit des Müllbereichs.

Gemeindebewohner sind übrigens verpflichtet, „der Firma unbedingt Zutritt zu ihren Grundstücken zu gewähren, damit die notwendigen Arbeiten durchgeführt werden können“, wenn dort Rattenbefall festgestellt wurde.

Rattensichtungen sollen der Gemeinde unter der Telefonnummer 02680-2202 gemeldet werden. „Gemeinsam können wir dafür sorgen, unsere Gemeinde vor einem übermäßigen Schadnagerbefall zu schützen“, bittet die Gemeinde um Mithilfe der Bevölkerung.

Diese Präventivmaßnahmen empfiehlt die Gemeinde

  • Entsorgen Sie kein Fleisch, keine Knochen und andere intensiv riechende Lebensmittel über den Kompost. Verwenden Sie stattdessen die Bio-Tonne (braune Tonne).
  • Spülen Sie keine Essensreste in die Kanalisation. Die Entsorgung von (verdorbenen) Lebensmitteln und Lebensmittelresten über die Toilette oder das Waschbecken begünstigt die Ausbreitung von Ratten in der Kanalisation. Bitte entsorgen Sie nur über die Bio-Tonne (braune Tonne).
  • Entsorgen Sie keine Speisereste in offenen Mistkübeln. Verwenden Sie Behälter, die einen Deckel haben und geschlossen werden können (braune Bio-Tonne). Der Behälter sollte nach Gebrauch immer geschlossen werden und geschlossen bleiben.
  • Halten Sie Ihren Müllbereich stets sauber. Eine regelmäßige Reinigung beugt Schadnagerbefall durch Ratten und Mäuse vor und lässt zudem auch einen Befall durch herumliegenden Kot frühzeitig erkennen.
  • In Parks und öffentlichen Anlagen verzichten Sie bitte darauf, Enten, Vögel oder andere Wildtiere zu füttern. Die herumliegenden Nahrungsreste sind nämlich auch ein Festmahl für Ratten und Mäuse.
  • Bitte legen Sie selbst keine Giftköder aus. Bei ungeübter Anwendung sind Giftköder eine Gefahr, vor allem für Kinder und Haustiere. Der professionelle Schädlingsexperte von Rentokil wählt den Einsatz von Giftködern mit Bedacht und bringt diese in Boxen aus, zu denen Kinder und Hunde keinen Zugang haben. Zudem wird der Einsatz von Giftködern durch den Schädlingsexperten der Firma Rentokil regelmäßig überwacht.