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Start für Stadtmuseum Jennersdorf
Stadtgeschichte
Initiator Franz Tamweber hat bereits mit der Umsetzung begonnen und ist auf der Suche nach Mitarbeitern.
Hobbyhistoriker Franz Tamweber ist der Geschichte der Region auf der Spur.
© BVZ
Mit dem Beschluss im Gemeinderat ist der Startschuss für ein Stadtmuseum in den ehemaligen ÖVP-Räumlichkeiten gefallen. Ein Lebenstraum für Stadthistoriker Franz Tamweber, der seit fast 20 Jahren der Geschichte seiner Heimat auf der Spur ist. Mit einem „analogen Bildschirm“ im Gepäck lud Tamweber im heurigen Sommer bereits zu historischen Stadtführungen, in denen er Interessierten sein über die Jahre angeeignetes Wissen über seine Heimat, weitergab.
Ende 2019 hat Tamweber mit Moritz Gieselmann und Joe Posch auch den „historischen Verein Pulverturm“ gegründet. Nach mehreren Ausstellungen erfolgte die Errichtung eines Mahnmals für die ermordeten jüdisch-ungarischen Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkriegs.
Das Stadtmuseum ist der nächste Schritt für Tamweber, der bereits eifrig am Planen ist. „Ich habe bereits Kontakt nach Ungarn und Slowenien aufgenommen, um Materialien wie alte Bilder und Fotos zu bekommen. Immerhin soll die Bedeutung der beiden Länder für Jennersdorf auch Teil des Museums sein“, berichtet der engagierte Stadthistoriker. „Das Museum wird sich in den nächsten Monaten füllen, auch mit der Fotoausstellung, die ich bereits vor einiger Zeit schon einmal in Jennersdorf präsentiert habe“, erklärt er.
Auch Bürgermeister Reinhard Deutsch ist froh, dass eine Lösung gefunden wurde. „Wir sind sehr dankbar für alles, was Franz Tamweber aufarbeitet. Da hat man vieles nicht gewusst und es gibt immer wieder einen Aha-Effekt“, erzählt Deutsch. „Ich bin auch froh, dass wir mit den alten ÖVP-Büros Räumlichkeiten gefunden haben, um das Ganze umzusetzen. Der Mietvertrag gilt jetzt zwei Jahre“, meint der Bürgermeister. Wie es danach weitergeht, sei noch unklar.
Tamweber hingegen hat schon konkretere Pläne. „Wir wollen vielleicht im Sommer einen Probelauf starten und das Museum erstmalig eröffnen“, zeigt er den Fahrplan für die nächste Zeit. Jetzt schon ist klar, dass der Verein „Pulverturm“ Leute braucht, die beim Projekt Museum mitarbeiten. „Sei es der Umbau, Aufbau oder helfende Hände, wenn das Museum in Betrieb ist. Interessierte können sich jederzeit bei mir melden“, erklärt Tamweber.