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Elektrifizierung der Mattersburger Bahn läuft
Bahn-Modernisierung
Die Elektrifizierung und Modernisierung der Mattersburger Bahn läuft auf Hochtouren, um die Strecke bis 2027 zukunftsfit zu machen. Derzeit führt eine Totalsperre der Strecke zu einem Schienenersatzverkehr.
Verkehrslandesrat Heinrich Dorner, Luzie Kneifel (Projektleiterin ÖBB-Infrastruktur AG) und Bürgermeister Dieter Posch (Neudörfl) (v.l.) beim Lokalaugenschein auf der Baustelle am Bahnhof in Neudörfl.
© Foto: Landesmedienservice Burgenland
Verkehrslandesrat Heinrich Dorner überzeugte sich gemeinsam mit dem Neudörfler Bürgermeister Dieter Posch und der Projektleiterin der ÖBB-Infrastruktur AG, Luzie Kneifel, bei einem Lokalaugenschein am Bahnhof in Neudörfl vom Fortschritt der Arbeiten an der Mattersburger Bahn. Der Ausbau ist ein zentraler Baustein der burgenländischen Gesamtverkehrsstrategie 2021. Da die Hauptarbeiten der intensiven Phase laufen, ist die Bahnstrecke seit dem 9. Februar und noch bis zum 12. Dezember 2026 für einen Schienenersatzverkehr komplett gesperrt.
„Mit der Elektrifizierung der Mattersburger Bahn wird nun ein bedeutendes Schieneninfrastrukturprojekt im Burgenland umgesetzt. Dadurch profitieren zahlreiche Pendlerinnen und Pendler von schnelleren und komfortableren Bahnverbindungen, unter anderem in Richtung Wien. Nach dem flächendeckenden Ausbau des Busverkehrs in unserem Bundesland setzen wir damit den nächsten Meilenstein, um den öffentlichen Verkehr für die Burgenländerinnen und Burgenländer noch attraktiver zu gestalten und den Umstieg auf die Öffis weiter zu fördern“, führte Verkehrslandesrat Heinrich Dorner beim Besuch aus.
Bürgermeister Dieter Posch betonte, die Modernisierung sei wichtig, richtig und zukunftsweisend. Für die Gemeinde Neudörfl sei es bedeutend gewesen, dass die Straßenverbindung vom Industrie- und Freizeitgebiet in den Ortskern erhalten bleibt. Konkret wird die Eisenbahnkreuzung beim Bahnhof aufgelöst und durch eine Unterführung mit baulich getrenntem Geh- und Radweg ersetzt. Zudem entstehen barrierefreie Randbahnsteige mit Liften sowie Park-and-Ride-Anlagen. Laut Projektleiterin Luzie Kneifel schafft die Elektrifizierung die Voraussetzung für einen Betrieb mit 100 Prozent grünem Bahnstrom. Aktuell ist ein Schnellumbauzug im Einsatz, um Gleise, Schwellen und Schienen zu verlegen.
Das Gesamtprojekt sieht vor, die Strecke zwischen dem Wiener Neustadt Hauptbahnhof und Loipersbach-Schattendorf bis 2027 vollständig zu elektrifizieren und Bahnhöfe barrierefrei zu machen. Neben einer Reduktion des Lärms ermöglicht der Umbau künftig die Durchbindung von Zügen bis nach Wien ohne Umsteigen. Bis Ende 2027 soll die moderne, sichere und leistungsfähige Schieneninfrastruktur für die Region komplett fertiggestellt sein.