"Seniorenstunde" in der Bank in Neusiedl. Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Besonders gefordert sind in diesen Zeiten die sogenannten Systemerhalter, zu denen auch die Banken zählen.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 02. April 2020 (15:41)
Vorstandsdirektor Wolfgang Dinhof, Sparkasse Hainburg Bruck Neusiedl
Sparkasse HBN

Rund um den ersten jedes Monats steigt die Kundenfrequenz aufgrund der Auszahlung der Pensionen in den heimischen Banken traditionell an. Um zu große Menschenansammlungen am Monatsbeginn zu verhindern, mahnte das Innenministerium, sowie Pensionisten- und Seniorenverbände, nicht gleich zur Bank zu gehen, besser sei es einen Termin mit dem Bankberater zu vereinbaren. Die Sparte Banken und Versicherungen der WKO ersucht Ansammlungen von Personen in den Bank- und Postfilialen rund um den Monatsersten zu vermeiden und ersucht diese Geldgeschäfte auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Korridorzeit für Risikogruppen in der Sparkasse in Neusiedl

In den Filialen der Sparkasse Hainburg Bruck Neusiedl AG gibt es zudem einen besonderen Service für sogenannte Corona-Risikogruppen, also Menschen mit Vorerkrankungen und/oder in der Altersgruppe 65plus. „Täglich zwischen 9 und 10 Uhr bitten wir alle Kundinnen und Kunden, dieses Zeitfenster für Menschen aus Risikogruppen freizuhalten.“, erklärt Vorstandsdirektor Wolfgang Dinhof. Für Unternehmen und Freie Berufe in der eine Corona-Helpline eingerichtet. Unter der Nummer 05 0100 – 51510 können allgemeine Fragen zu den Förderungen schnell vorab geklärt werden. 

Der größtmögliche Schutz sei jedoch nach wie vor, nicht dringende Filialbesuche zu verschieben und Bankgeschäfte soweit wie möglich von zu Hause aus zu erledigen. Vieles gehe telefonisch, versichert Vorstandsdirektor Wolfgang Poppe. 

Das Bundesministerium für Inneres (BMI) und die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) veröffentlichen aus aktuellem Anlass Tipps  für den richtigen Umgang mit Geldgeschäften. „Ältere Menschen sind einem besonderen Risiko durch das Coronavirus ausgesetzt. Ihre Versorgung zuhause, auch die finanzielle, ist uns daher ein besonderes Anliegen“, so Innenminister Karl Nehammer.

Allgemeine Tipps im Umgang mit Geldgeschäften:

  • Verlassen Sie die eigenen vier Wände nur für dringende Bankgeschäfte.
  • Halten Sie dabei immer Distanz. Sei es in den Filialen, vor dem Bankomaten, aber auch zu Familienmitgliedern, die Ihnen bei Geldgeschäften behilflich sind.
  • Vertrauen Sie nur Ihren Familienangehörigen oder engen Bekannten.
  • Übergeben Sie Ihre Bankomat- und Kreditkarten keinesfalls fremden Personen.
  • Lassen Sie sich nicht von fremden hilfsbereiten Personen zu schnellen Handlungen und Unterschriften an der Haustür verleiten.
  • Verwenden Sie nach Möglichkeit kontaktloses Bezahlen.
  • Vermeiden Sie es, große Mengen an Bargeld und Wertgegenständen mit sich zu führen oder zu Hause zu verwahren.