Zehn Kilometer, sieben Schnitzeljagd-Stationen und ein Abstecher zum „Schoschto“: Beim Familienwandertag der Tadtener Bäuerinnen standen Bewegung, Heimatwissen und regionale Lebensmittel im Mittelpunkt.
Nach Konflikt auf A4: Lenker schlug zu
Jetzt verurteilt
Nach einem Geplänkel auf der Ostautobahn kam es zum „Showdown“ in Parndorf: 42-Jähriger schlug anderem Lenker mit Faust ins Gesicht.
Der 42-jährige Angeklagte hatte einen anderen Lenker geschlagen.
© BVZ/Kirchmeir
Wegen dieses Übergriffs musste sich der aggressive Lenker, der im Bezirk Neusiedl lebt, am 15. Jänner 2025 vor Gericht verantworten. Dem arbeitssuchenden Familienvater wurde vorgeworfen, den anderen Lenker am 19. Oktober 2024 in Parndorf zum Abbremsen genötigt und ihn durch den Faustschlag verletzt zu haben.
„Er überholte zwei, drei Mal und schnitt mich“, sagte jener Lenker, der am 19. Oktober in Richtung Parndorf unterwegs gewesen und auf der A4 auf den 42-Jährigen getroffen war. „Ich habe gar nichts gemacht, ich wich nur aus, damit es zu keinem Unfall kommt“, sagte er.
„Er hat mich links überholt und mir den Finger gezeigt“, ärgerte sich wiederum der Angeklagte vor Gericht. „Ich deutete ihm, ob er normal ist. Auf einmal ist er wieder neben mir und schmeißt sich vor mir rein. Ich habe auch wieder überholt, ich lasse mich nicht ärgern“, schilderte er die Sittuation auf der Autobahn weiter.
Zufällig wählten beide Männer die selbe Autobahnabfahrt und trafen in einem Kreisverkehr in Parndorf neuerlich aufeinander. „Er stellte sein Auto quer, langte herein, meine Brille flog davon“, berichtete das Opfer der Konfrontation in einer Kurzversion darüber, was dann passierte. „Er sagte, du Wichser sollst aussteigen. Ich sagte, beruhigen Sie sich. Da ist die Faust schon reingeflogen“, gab er weitere Details an.
„Ich wollte ihn fragen, ob er deppert ist, ob ihm etwas fehlt“, erklärte der Angeklagte, warum er unmittelbar vor dem anderen Lenker angehalten hatte. Er habe diesen auch gefragt, „ob er aussteigen will, damit wir das diskutieren können“, berichtete er.
Einen Faustschlag habe er dem anderen Lenker aber keinesfalls verpasst. Vielleicht habe er diesen „beim Fuchteln mit der Hand gestriffen, da ist seine Brille verrutscht“, so der Angeklagte. Das sei „ned amal a Watschn“ gewesen.
Warum der andere Lenker eine Schädelprellung und eine Gesichtsprellung erlitt, konnte der 42-Jährige nicht erklären.
So richtig schuldig bekennen wollte er sich jedenfalls nicht. „Frau Rat, ich würde mich auf mildernd einstellen“, meinte e, blieb aber dabei: „Ich habe ihm nicht mal eine geben wollen.“
„So wird das mit dem Geständnis nichts“, schüttelte die Richterin den Kopf.
„Ich war schon viel unterwegs, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagte das Opfer. Er hatte unmittelbar nach dem Vorfall bei der Polizei Anzeige erstattet. Seine Freundin, die neben ihm im Auto gesessen war, hatte geistesgegenwärtig das Kennzeichen des aggressiven Lenkers fotografiert.
„Aussteigen und einem Fremden ins Gesicht schlagen: Das finde ich nicht normal“, sagte die Beifahrerin als Zeugin vor Gericht aus.
„Es wird so nicht mehr stattfinden, das ist das Erste, was man daraus lernt“, zeigte der Angeklagte am Ende des Prozesses so etwas wie Einsicht.
Er wurde wegen Nötigung und Körperverletzung zu vier Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung und 720 Euro Geldstrafe unbedingt verurteilt. An das Opfer muss er 600 Euro Schmerzensgeld bezahlen.