Im Bezirk Neusiedl am See wurden im Jagdjahr 2025/26 insgesamt 3.937 im Straßenverkehr getötete Wildtiere gemeldet – damit liegt der Bezirk österreichweit an erster Stelle.
Marienkroner Fastenumfrage: Teuerung wirkt sich auf Ernährung aus
Mönchhofer Kurhaus
Die Fastenumfrage des Mönchhofer Kurhauses Marienkron hat Tradition. Bereits zum fünften Mal wurden die Österreicherinnen und Österreicher in einer repräsentativen Umfrage nach ihren Jahresvorsätzen hinsichtlich Gesundheit und Ernährung befragt.
Marienkron-Geschäftsführerin Elke Müller und Fasten- und Ernährungsexpertin Dr. Ulrike Göschl
© Steve Haider
Die Top-Antwort lautet „Gesündere, bewusste Ernährung“ (45,8%), dicht gefolgt von „(Mehr) Zeit in der Natur“ (45,2%) und „Ausreichend Schlaf“ (42%). Weiters haben sich die Befragten vorgenommen, im neuen Jahr Stress zu reduzieren (41,7%) – das geben vor allem die Jüngeren (18 bis 39 Jahre) an. (Mehr) Sport zu betreiben (40,5%) und regelmäßig Gesundheitschecks und Vorsorgeuntersuchungen zu machen (26,7%) zählen ebenfalls zu den Vorsätzen. Weniger rauchen bzw. mit dem Rauchen aufhören will etwa jede/r Sechste (16,5%), wobei das Vorhaben bei Männern stärker ausgeprägt ist als bei Frauen.
Teuerung wirkt sich auf Ernährungsverhalten aus
Die Hälfte der Befragten (51,1%) gibt an, dass die allgemeinen Teuerungen Einfluss auf das Fastenvorhaben, die Ernährung oder die persönlichen Gesundheitsvorsätze haben. So hat etwa ein Viertel der Befragten (24,4%) vor, weniger teure gesunde Lebensmittel zu kaufen bzw. ganz darauf verzichten zu wollen. Signifikant ist hier der Unterschied zwischen den Geschlechtern: Für Frauen trifft dies mit 32,5% stärker zu als für Männer (16,1%). Auch der Kauf von Bio-Lebensmitteln wird aufgrund der Teuerungen hinterfragt: 15,3% wollen „weniger Bio-Lebensmittel kaufen bzw. ganz darauf verzichten“ – bei der Generation Z (zwischen 1994 bis 2010 geboren) sind es sogar 26,6%.
Und wie sieht es mit dem Fasten aus?
Jede/r zweite Österreicher/in hat laut Marienkroner Fastenumfrage in diesem Jahr geplant, Fastentage oder eine Fastenkur einzulegen – sei es mit einzelnen Fastentagen, in Form von Intervallfasten, im Rahmen der traditionellen Fastenzeit oder unter professioneller Anleitung in einem Fastenzentrum.
„Fasten erlebt in den letzten Jahren eine Renaissance, da es immer mehr wissenschaftliche Studien gibt, die die breite Wirksamkeit belegen. Fasten kann demnach bei Stoffwechsel- und Darmerkrankungen, Bluthochdruck, entzündlichen Erkrankungen und weiteren chronischen Erkrankungen Sinnvolles leisten. Zudem ist das Spektrum der Fastentechniken grösser geworden“, berichtet Prof. Dr. Andreas Michalsen, Professor für Klinische Naturheilkunde der Charité Berlin und Chefarzt der Abteilung Innere Medizin und Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin, der das Kurhaus Marienkron wissenschaftlich berät.

© Anja Lehmann, Anja Lehmann
Die Fastenumfrage macht auch einen Blick zurück: 53,1% der Bevölkerung hatten sich für 2023 das Fasten vorgenommen, 35,2% haben es tatsächlich umgesetzt. Die Fastendauer hat sich dabei von durchschnittlich 14,8 Tagen (2022) auf 19,5 Tage (2023) erhöht.
Warum fasten?
Die wichtigsten Motive für das Fasten waren laut Fastenumfrage die Reinigung und Entgiftung des Körpers (46,2%), ein allgemeines besseres Wohlbefinden (41,6%) und der Wunsch nach Abnehmen (35,8%). 22,5% haben „als Gesundheitsvorsorge“ gefastet, 17,3% wollten ihr Immunsystem damit stärken – vor allem für Frauen ein wesentliches Motiv. Denn für ein Viertel der weiblichen Befragten (24,1%) war die immunstärkende Wirkung des Fastens relevant, jedoch nur für jeden zehnten Mann (11,1%).
Warum nicht fasten?
Gründe, sich gegen das Fasten zu entscheiden, sind vielfältig: Jede/r Dritte empfindet Fastentage als „nicht sinnvoll“, 22,6% haben sich noch zu wenig damit beschäftigt (darunter vor allem Männer), 21,7% hat die Motivation gefehlt, 18,5% wollten nicht auf Genuss verzichten. 6% der Fastenmuffel meinen, das Fasten schlichtweg „nicht durchzuhalten“.
Ernährungsgewohnheiten „fleischlastig“
Die Marienkroner Fastenumfrage beleuchtet auch die aktuellen Ernährungsgewohnheiten: Dabei zeigt sich – ähnlich dem Vorjahr – ein fleischlastiges Bild. „Mischkost mit wenig Fleisch“ ist für 55,8% der Befragten die bevorzugte Ernährungsform, während sich 36,5% mittels „Mischkost mit viel Fleisch“ ernähren – wobei Männer nach wie vor stärkere Fleischesser sind als Frauen. 7,5% der Befragten lassen Fleisch gänzlich aus und ernähren sich laut Umfrage derzeit vegetarisch oder vegan.
„Fasten ist keine Diät“

© Steve Haider, STEVE_HAIDER_ILLMITZ_06766032336
Laut Marienkroner Fastenumfrage denkt mehr als die Hälfte der Befragten (54%), dass Fasten zu einer Gewichtsabnahme führt. Dazu die Fasten- und Ernährungsexpertin Dr. Göschl: „Fasten kann in der Folge Lust auf gesünderes, bewussteres Essen machen und führt damit längerfristig zu einer Reduktion des Gewichts. Fasten per se ist aber keine Abnehmdiät, sondern eine kurzfristige Intervention zur Gesunderhaltung und zur Lebensstiländerung für maximal zwei Wochen. Erst die langfristige Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten führt zum Abnehmerfolg. Hier ist oft eine Begleitung durch Expertinnen oder Experten wie Diätologinnen oder Ernährungsmediziner hilfreich und sinnvoll.“

© Steve Haider
Weil das Abnehmen viele Menschen bewegt, hat das Kurhaus Marienkron den Themenkreis „Diät“ erstmals in die jährliche Umfrage mitaufgenommen. Und es zeigt sich: Mehr als die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher (52,7%) hat schon einmal versucht, mithilfe einer Diät abzunehmen: 62% der Frauen und 43,3% der Männer. „Wir sehen den verstärkten Bedarf, Menschen beim Thema Gewichtsreduktion professionell – sowohl auf körperlicher als auch auf mentaler Ebene – zu begleiten und werden daher unser Angebot um interdisziplinäre Begleitung beim Abnehmen ergänzen“, stellt Marienkron Geschäftsführerin Elke Müller in Aussicht
JoJo Effekt als ungeliebter Diätbegleiter
Nahezu jede Österreicherin und jeder Österreicher hat laut Marienkroner Fastenumfrage schon einmal etwas vom Jojo Effekt gehört (95,3%). 82,7% der Befragten wissen ganz genau, was damit gemeint ist – 89,4% der Frauen und 76% der Männer. 7 von 10 Befragten, die bereits diäterprobt sind, haben den JoJo Effekt auch schon selbst erlebt (68,7%). „Hinter dem Jojo Effekt steckt eine vermehrte Gewichtszunahme nach einer Diät. Der JoJo Effekt lässt sich vermeiden, indem mit einer Ernährungsumstellung, die auch alltagstauglich umgesetzt werden kann, eine Veränderung des Lebensstils mit vermehrter Bewegung im Alltag und dauerhaftem Erhöhen des Grund- und Leistungsumsatzes einhergeht“, erklärt Fastenärztin Dr. Göschl.
Über die Umfrage: Im Rahmen der fünften Marienkroner Fastenumfrage wurden von 27.11. bis 4.12.2023 insgesamt 509 Personen (repräsentativ für die österreichische Bevölkerung) im Alter zwischen 18-75 Jahren (50% weiblich, 50% männlich) vom Meinungsforschungsinstitut Marketagent befragt.