Tourismus: NTG bleibt als Dienstleister

Die Neusiedler See Tourismus GmbH „überlebt“ die Umstrukturierung nach der Novelle des Tourismusgesetzes.

Erstellt am 30. September 2021 | 04:22

Seit die Novelle des Burgenländischen Tourismusgesetzes beschlossen wurde, war nicht ganz klar, wie es um die Zukunft der Neusiedler See Tourismus GmbH (NTG) bestellt ist. Mit der Auflösung der kleineren Tourismusverbände vermuteten Tourismusexperten, dass auch die NTG im neuen großen Tourismusverband Nordburgenland aufgehen werde.

Ganz so ist es nun doch nicht gekommen. In einer Aussendung gab die NTG am Dienstag bekannt, dass sie nunmehr als Servicedienstleister bestehen bleibe. Und zwar für den neuen Tourismusverband Nordburgenland. Die befürchtete Auflösung der ehemaligen Marketinggesellschaft findet also nicht statt, vielmehr eine Neuausrichtung, die auch durch einen Wechsel in der Geschäftsführung sichtbar wird. Denn diese wird Patrik Hierner übernehmen und somit in Personalunion NTG und Tourismusverband Nord leiten.

Stefan Schindler, der seit 2017 die Geschicke der NTG erfolgreich leitete, gehört seit vergangener Woche nicht mehr dem Unternehmen an. Seinen Abgang wollte er nicht kommentieren.

Hierner wolle mit einer klaren Positionierung, innovativen Konzepten und maßgeschneiderten Angeboten die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers Dr. Schindler fortsetzen, heißt es aus der NTG.

Die letzten Jahre am Neusiedler See waren geprägt von der Entwicklung zu einer Ganzjahresdestination und damit einhergehend von steigenden Nächtigungszahlen. „Mein Vorgänger hat mit klaren Visionen und großer Leidenschaft viele für die Region wichtige Projekte umgesetzt“, so Mag. Patrik Hierner.

Die Themen, die in den nächsten Jahren für die touristische Entwicklung maßgeblich sein werden, heißen Nachhaltigkeit und Kundenorientierung. „Wir wollen die Region Neusiedler See vor allem zu einem Pionier im nachhaltigen Qualitätstourismus entwickeln“, formuliert Hierner eines seiner Ziele. In der Region stecke sehr viel Potenzial, er wolle neue Perspektiven aufzeigen, aber dabei immer das Verbindende hervorheben. „Denn je stärker wir touristisch zusammenwachsen, umso stärker wird die Region als Marke am Markt wahrgenommen“, gibt Hierner das Motto vor.

Zu diesem Zweck forciert der neue Geschäftsführer die stärkere Einbindung der Tourismusverantwortlichen aller Gemeinden und plant regelmäßige Treffen für den persönlichen Informations- und Ideenaustausch.