Mittelburgenländer auf den Spuren der Römer und Kelten

Ausflug

In die Römerstadt Carnuntum, nach Bad Deutsch Altenburg und nach Hainburg auf den Braunsberg, einer keltischen Höhensiedlung aus dem 2. Jahrhundert vor Christus, führte eine Exkursion des Vereins zur Erhaltung der Römischen Bernsteinstraße. 58 Interessierte nahmen teil.

Von BVZ Redaktion

Die Gruppe rund um Obmann Oswald Gruber in Bad Deutsch Altenburg.

Die Gruppe rund um Obmann Oswald Gruber in Bad Deutsch Altenburg.

© Verein zur Erhaltung der Römischen Bernsteinstraße

Carnuntum/Petronell liegt am Kreuzungspunkt zweier wichtiger Handelsstraßen – der Limesstraße an der Donau und der Römischen Bernsteinstraße – und war die Hauptstadt von Pannonia Superior (Oberpannonien) mit 50.000 Einwohnern in seiner Blütezeit.

Die Exkursionsteilnehmer besichtigten bei einer Führung das „Römische Stadtviertel“ mit rekonstruierten Gebäuden wie das Haus des Ölhändlers, das Haus des Lucius, die Villa Urbana, die römische Herberge und die großartige römische Therme. Rund um das römische Stadtviertel liegt das Amphitheater der Zivilstadt und der Militärstadt, die Gladiatorenschule und das Wahrzeichen von Carnuntum, das Heidentor, ein Vierpfeilerbau (Quadrifon) aus der Regierungszeit Kaiser Constantius II. (351-361 n. Chr.).

Mittelburgenländer auf den Spuren der Römer und Kelten

© Verein zur Erhaltung der Römischen Bernsteinstraße

In Bad Deutsch Altenburg besichtigten die Gruppe aus dem Mittelburgenland das Museum Carnuntinum, das „Schatzhaus“ der Römerstadt Carnuntum, wo derzeit eine Sonderausstellung mit dem Titel „1700 Jahre Konzil von Nicäa – Politik und Glaubenswelt der Spätantike“ läuft.

Der Braunsberg eröffnete schließlich einen wunderschönen Blick auf den Nationalpark Donau-Auen, auf die Marchfeldschlösser Niederweiden und Schlosshof, auf die Stadt Hainburg, den Schlossberg mit der Heimenburg, auf die Hundsheimer Berge, auf die Hauptstadt der Slowakei Pressburg/Bratislava und auf den Thebener (Devin) Kogel, auch eine keltische Höhensiedlung der Boier wie am Braunsberg. Den Abschluss bildete ein Besuch beim Bioweingut Raser-Bayer in Höflein, Standort eines Kleinkastells mit Wachtürmen am Donaulimes.