Gedenkfeier für die jüdischen Opfer der Shoa aus Kobersdorf

Gedenken

Auch heuer wurde beim Mahnmal der vertriebenen jüdischen Bevölkerung aus Kobersdorf gedacht.

Von Elisabeth Tritremmel

Vor dem Mahnmal. Lydia Steiner und Erwin Hausensteiner vom Gedenkverein mit Saskia Feucht und Matthias Stubits.

Vor dem Mahnmal. Lydia Steiner und Erwin Hausensteiner vom Gedenkverein mit Saskia Feucht und Matthias Stubits.

© Elisabeth Tritremmel

Wie jedes Jahr fand am 12. März in Erinnerung an den Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland im Jahr 1938 eine Gedenkfeier für die jüdischen Opfer der Shoa aus Kobersdorf beim Mahnmal in der Schlossgasse statt. Der Verein „Gedenken an die im Jahr 1938 vertriebenen jüdischen Einwohner von Kobersdorf - Mahnmal“ rund um Obfrau Lydia Steiner lud zu einem schlichten Gedenken an die Vertreibung der jüdischen Kobersdorfer durch das Naziregime im Jahr 1938.

Auch heuer stand eine Lesung aus dem Buch „Die ehemalige jüdische Gemeinde Kobersdorf“ von Erwin Hausensteiner auf dem Programm, wobei heuer das Schicksal der Familie Hacker aus der Schlossgasse 14 aus Kobersdorf von Saskia Feucht und Matthias Stubits beleuchtet wurde.

Jedes Jahr wird eine andere Familie aus Kobersdorf in den Mittelpunkt gestellt. Das Haus beheimatet heute die Fleischerei Berger und war das ehemalige jüdische Gasthaus. Es wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts von der Familie Hacker erbaut. Ab 1934 wurde es von der Familie Weltsch geführt und später wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten versteigert. Die Familie Weltsch zog nach Wien und flüchtete anschließend nach Belgien. 1944 wurden Ella und Otto Weltsch sowie Sohn Kurt nach Auschwitz deportiert. Ihre Tochter Hertha überlebte und fand in Israel eine neue Heimat.

Nach der Lesung wurde ein Kranz beim Mahnmal niedergelegt.

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Gedenkfeier für die jüdischen Opfer der Shoa aus Kobersdorf

© Elisabeth Tritremmel

Gedenkfeier für die jüdischen Opfer der Shoa aus Kobersdorf

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