30 Jahre nach Willibald Hofer leitet seit September 2026 sein Sohn Jürgen die Geschicke der Marktgemeinde Deutschkreutz. Im Gespräch mit der BVZ blickt das Vater-Sohn-Duo auf damalige und heutige Herausforderungen, veränderte Aufgaben, familiäre Werte und die Zukunft ihres Heimatortes.
Alte Weinpresse begrüßt am Tor zum Blaufränkischland
Hingucker im Kreisverkehr
Ein neuer Botschafter für den burgenländischen Wein und das Blaufränkischland hat im Kreisverkehr vor der Ortseinfahrt Lackendorf Einzug gehalten.
Hans-Peter Schöll von der Baufirma Schöll, Wein Burgenland-Obmann Herbert Oschep (2.v.l.), Verband Blaufränkisch Mittelburgenland-Präsidentin Lisa Kölly-Pfneisl, Landesrat Heinrich Dorner und Lackendorfs Bürgermeister Werner Hofer vor der Weinpresse, die beim Kreisverkehr in Lackendorf die Einfahrt ins Blaufränkischland symbolisiert.
© Michaela Grabner
Wer dort in den Kreisverkehr einfährt, sieht, wenn er den Kopf leicht nach rechts wendet, einige Zeilen Rebstöcke - das Blaufränkischland ist nah. Dies wird seit Neuestem auch durch eine mehr als 150 Jahre alte Weinpresse ersichtlich, die von der Straßenmeisterei im Kreisverkehr aufgestellt wurde und dort nun Gäste wie einheimische Autofahrerinnen und Autofahrer am Tor zum Blaufränkischland begrüßt.
Die Weinpresse wurde von Hans Peter-Schöll, Geschäftsführer der Forchtensteiner Firma Schöll Bau vor dem Abbruch einer alten Villa in Bad Sauerbrunn in einem verschlossenen Raum entdeckt und fachgerecht geborgen. Mitarbeiter der Straßenmeisterei Stoob haben die gut erhaltene Presse aus dem Jahr 1868 dann noch selbst hergerichtet und schließlich rechtzeitig vor der heute Abend stattfindenden Eröffnung des Rotweinfestivals Mittelburgenland (9. bis 13. Juli) im Kreisverkehr aufgebaut, wo das neue Wahrzeichen an Ort und Stelle stilecht mit einem Glaserl Blaufränkisch von Landesrat Heinrich Dorner, Wein Burgenland-Obmann Herbert Oschep, Verband Blaufränkisch Mittelburgenland-Präsidentin Lisa Kölly-Pfneisl, Lackendorfs Bürgermeister Werner Hofer und dem findigen Hans-Peter Schöll eingeweiht wurde.
Für Wein Burgenland-Obmann Herbert Oschep ist das neue Wahrzeichen am Tor zum Blaufränkischland weit mehr als ein dekoratives Element: „Es steht symbolisch für die jahrhundertelange Weinbautradition, die Leidenschaft sowie die Handwerkskunst der Winzerinnen und Winzer des Mittelburgenlandes.“ Und Landesrat Heinrich Dorner betont: „Der Wein und der Weintourismus prägen nicht nur die Wirtschaft im Mittelburgenland, sie sind tief verwurzelte Identitätsmerkmale der gesamten Region. Der Wein im Mittelburgenland ist wichtiger Bestandteil unserer Kultur.“
Mit der neuen Installation in Lackendorf erhält die Region somit ein weithin sichtbares Symbol ihrer Identität und ihrer wirtschaftlichen Stärke. Gleichzeitig unterstreicht sie die zentrale Rolle, die Weinbau und Weintourismus für die Entwicklung des Mittelburgenlandes und des gesamten Burgenlandes spielen. Auch Verband Blaufränkisch Mittelburgenland-Präsidentin Lisa Kölly-Pfneisl freut sich daher über den neuen Weinbotschafter im Kreisverkehr: „Die Weinpresse stimmt Besucherinnen und Besucher bereits zu Beginn ihrer Reise auf das ein, was das Blaufränkischland auszeichnet: hervorragende Weine, gelebte Gastfreundschaft und eine einzigartige Kulturlandschaft.“