Kindergartenleiterin: „Wohne in Oberwart, bin aber Oberpullendorferin“

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Kindergartenleiterin Tamara Falb wurde von der Krebslerin zur Oberpullendorf-Pendlerin. Oberpullendorf bedeutet für sie aber noch immer nicht nur Arbeitsplatz, sondern auch Zuhause.

Von Michaela Grabner

Schon als Kind liebte Tamara Falb die Schaukel im Kindergarten. Heute wäre es ihr als Leiterin des Kindergartens ein besonderes Anliegen, dass der Garten komplett neu gestaltet wird.

Schon als Kind liebte Tamara Falb die Schaukel im Kindergarten. Heute wäre es ihr als Leiterin des Kindergartens ein besonderes Anliegen, dass der Garten komplett neu gestaltet wird.

© Michaela Grabner

Die ersten 22 Jahre ihres Lebens hat die gebürtige Oberpullendorferin in der mittelburgenländischen Bezirkshauptstadt verbracht. Sie ist hier in den Kindergarten und zur Schule gegangen, hat in Oberpullendorf ministriert, Ballett gelernt, die Musikschule besucht und im Volleyballteam des Gymnasiums gespielt. Dann ging es ab in den Süden an die wie es im Volksmund heißt „Kindergartenschule“, die Bundesbildungsanstalt für Elementarpädagogik in Oberwart. „Dort bin ich picken geblieben“, so Falb, die 1993 nach Oberwart gezogen ist.

Oberpullendorf blieb für sie aber stets ein wichtiger Lebensmittelpunkt, arbeitet sie doch seit 1991 im Kindergarten, dessen Leitung sie dann 2011 übernommen hat. „Ich gehe sehr gerne arbeiten, weil ich ein sehr gutes Team habe und ich abwechslungsreiche Tage mag. Ich weiß in der Früh nie, was auf mich zukommt, aber ich weiß, dass das, was wir machen, ganz wichtig ist. Wir haben großen Einfluss auf die Bildung, denn wir müssen viel übernehmen, weil viele Dinge nicht mehr zu Hause passieren können. Wir gehen auf jedes Kind einzeln ein“, betont Falb.

Wenn die Kindergartenleiterin jemand fragt, woher sie kommt, ist ihre Antwort stets die Gleiche: „Ich wohne in Oberwart, aber ich bin Oberpullendorferin.“ Im Vergleich zu ihrer ursprünglichen Heimatstadt Oberpullendorf ist ihre Wahlheimat Oberwart für Tamara Falb eine große Stadt. „Das Schöne aber manchmal auch Anstrengende an Oberpullendorf ist, dass es keine Großstadt aber auch kein Dorf ist. Trotzdem kennen sich in Oberpullendorf schon viele Leute untereinander, es ist schön hergerichtet und es gibt Lokale, wo man hingehen kann.“

Bekannt ist Oberpullendorf aus Tamara Falbs Sicht unter anderem für das frühere Schloss Rohonczy, die zwei Kirchen, die Franziskuskirche und die Clemenskirche, und den Steinbruch, aber auch für die Faschingsgilde und den von ihr organisierten Umzug am Faschingdienstag. Jemanden, der die Stadt besucht, würde sie raten etwas zu tun, was sie selbst auch gerne macht: „Parke das Auto ein, fange bei der Kirche an, gehe Richtung Hauptplatz und lasse es einfach passieren. Wenn ich das manchmal mache, treffe ich Leute, die ich ewig nicht gesehen habe. Und es gibt wirklich wunderschöne Auslagen und Sachen zu kaufen, die anders sind als in anderen Städten und nicht Einkaufszentren, in denen man überall das Gleiche bekommt. Dass heute kleine Geschäfte immer mehr verschwinden finde ich schade. Ich mag diese individuellen kleinen Geschäfte“, betont Falb.

Sie bewundert alle Oberpullendorferinnen und Oberpullendorfer, die sich ehrenamtlich einbringen und mitgestalten. „Es ist total schön, wenn viel auf freiwilliger Basis passiert und in Oberpullendorf gibt es das noch.“

Persönliches
  • Name:Tamara Falb
  • Jahrgang: 1971
  • Beruf:Elementarpädagogin
  • Familie:verheiratet, zwei Kinder (Tobias, 25 Jahre, und Nina, 22 Jahre)
  • Hobbys: Skifahren, Wandern, Schwimmen, Reisen
  • Ich arbeite in Oberpullendorf seit...1991
  • Oberpullendorf in drei Worten:Zuhause, schöne Kindheit, Arbeitsplatz
  • Mein Lieblingsplatz in Oberpullendorf: Die Fensterbank in meinem Elternhaus, von wo aus ich mit meinen Schwestern oder Freundinnen auf die Hauptstraße hinunter sehen konnte.
  • Was ich mir für Oberpullendorf wünsche…dass die Gemeinde Geld hat, damit sie ihre Investitionen tätigen kann, die Kraft, sich den künftigen Herausforderungen gut stellen zu können und ein gutes Miteinander
  • Wenn ich gerade nicht in Oberpullendorf bin, bin ich am liebsten... Zuhause