Oberpullendorf zeichnet sich durch besondere Größe aus

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Für Vizebürgermeisterin Christina Köppel ist Oberpullendorf vor allem als Einkaufsstadt und für seine Schulen bekannt.

Von Michaela Grabner

Vom Gründach ihres Bürogebäudes hat Vizebürgermeisterin Christina Köppel einen tollen Ausblick über Oberpullendorf, weshalb dort einer ihrer Lieblingsplätze in der Stadt ist.

Vom Gründach ihres Bürogebäudes hat Vizebürgermeisterin Christina Köppel einen tollen Ausblick über Oberpullendorf, weshalb dort einer ihrer Lieblingsplätze in der Stadt ist.

© Michaela Grabner

Was Oberpullendorf von anderen Städten unterscheidet, ist laut Vizebürgermeisterin Christina Köppel vor allem die Größe. „In Oberpullendorf kennt man sich noch untereinander, es ist nicht so anonym wie in einer Großstadt, aber trotzdem hat man schon die Vorzüge einer Stadt und es ist anonymer als in einem Dorf. Daher ist Oberpullendorf beliebt bei Menschen, die aufgrund ihrer persönlichen Lebenssituation aus dem Dorfleben ausbrechen wollen. Wenn man nicht will, muss man andere Leute nicht treffen, wenn man aber will, hat man alle Möglichkeiten“, bringt es Köppel auf den Punkt.

Sie selbst ist eine von jenen, die quasi sieben Tage die Woche in der Stadt unterwegs ist. „In Oberpullendorf ist immer was los“, meint sie mit einem Blick auf ihren Terminkalender - ob es nun Veranstaltungen, Vereinstreffen oder politische Termine sind. Christina Köppel ist nämlich schon drei Jahrzehnte in der Kommunalpolitik aktiv. Seit 2002 ist sie Mitglied des Gemeinderats, war unter anderem Obfrau des Kulturausschusses, Mitglied im Prüfungsausschuss, Stadtkassierin und Stadträtin und bekleidet seit 2022 das Amt der 2. Vizebürgermeisterin. Daneben ist sie Obfrau der Sozialstation, im Vorstand des Verschönerungsvereins, Clubschwester bei den Soroptimistinnen und war als Obfrau der Gesunden Stadt und fünf Jahre als Tänzerin bei den „Csárdas Lányok“, der Tanzgruppe des Mittelburgenländisch Ungarischen Kulturvereins. „Mit dem Tanzen pausiere ich im Moment, weil es sich einfach nicht ausgeht. Das Amt als 2. Vizebürgermeisterin ist doch etwas zeitintensiv“, so Köppel.

Seit ihrer Hochzeit 1998 lebt sie dauerhaft in Oberpullendorf - in ihrer Kindheit und ihren jungen Jahren war sie mal „Krebslerin“ und mal „Plutzerin“, wie man die Bewohnerinnen und Bewohner von Oberpullendorf und der Nachbargemeinde Stoob neckisch nennt. Denn die ersten beiden Lebensjahre verbrachte sie in Stoob, danach lebte ihre Familie zehn Jahre in einem Haus in der Bahngasse in Oberpullendorf, das später dem heutigen Büro- und Wohngebäude der Firma Köppel gewichen ist, ehe es wieder nach Stoob ging. „Meine Mutter hat damals die Firma übernommen und wir haben mit meinen Großeltern Haus gewechselt“, erinnert sich Köppel. Nach der Heirat mit ihrem Gatten Gerhard übersiedelten die beiden dann aber in eine Wohnung „in der City“, nämlich in der Oberpullendorfer Hauptstraße.

Oberpullendorf ist für Christina Köppel als Einkaufsstadt und für seine Schulen bekannt. Gästen, die nach Oberpullendorf kommen, würde sie einen Abstecher zu Schloss empfehlen, „das man leider nur von außen ansehen kann“ und zur Mitterpullendorfer Kirche. „Wenn man historisch interessiert ist, kann man den Eisenschauraum im Keller des Rathauses besuchen, wer gerne aktiv ist, dem empfehle ich den Barfußweg. Und man sollte einmal mit der Draisine fahren“, gibt Köppel ein paar Oberpullendorf-Tipps.

Eine Oberpullendorferin, die sie bewundert, ist Waltraud Ehrenhöfer, „weil sie mit ihrem Mann unermüdlich für Oberpullendorf arbeitet und ihre Ideen Spuren hinterlassen. Ob es die Englischkurse für Kinder sind, die es so in keiner anderen Gemeinde gibt, oder kulturelle Initiativen wie die Keramik im Steinbruch oder Kunst-Kontakt-Textil, die Oberpullendorf in Kunstkreisen extrem bekannt gemacht haben. Bewundernswert ist, weil sie das alles für die Allgemeinheit gemacht hat und nicht für den eigenen Vorteil."

Zum doppelten Runden wünscht Christina Köppel Oberpullendorf, dass dessen Attraktivität für Gewerbetreibende und Ärzte noch erhöht wird. „Nicht unbedingt durch Förderungen, sondern dadurch, dass die an sich gute Struktur mit den noch vorhandenen Geschäften, dem Krankenhaus und den niedergelassenen Ärzten ausgebaut und diese Stärke hervorgekehrt werden.“

Persönliches
  • Name: Christina Köppel
  • Jahrgang: 1971
  • Beruf:Technische Angestellte (Hochbau)
  • Familie: verheiratet
  • Hobbys: Politik, Skifahren, reisen, segeln mit der Familie, jagen
  • Ich lebe in Oberpullendorf seit... Geburt mit Unterbrechungen
  • Oberpullendorf in drei Worten: Immer was los
  • Mein Lieblingsplatz in Oberpullendorf:Unsere Dachterrasse mit Blick auf Oberpullendorf
  • Was ich mir für Oberpullendorf wünsche: Dass die Stärkung der positiven Vorzüge von Oberpullendorf gelingt. Wir müssen nur stärken, was wir haben. Wir brauchen nichts Neues erfinden.
  • Wenn ich gerade nicht in Oberpullendorf bin, bin ich am liebsten...auf Reisen.